Initiative Musik

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Die gemeinnützige Initiative Musik fördert im Auftrag der deutschen Bundesregierung die Musikwirtschaft in Deutschland. Schwerpunkte der Arbeit sind Pop- und Rockmusik sowie Jazz.

Die Initiative, die von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien jährlich mit 4,5 Millionen Euro finanziert wird, unterstützte seit ihrer Gründung im Oktober 2007 in bislang 30 Förderrunden über 700 Musiker und Bands (Stand: September 2014).[1][2]

Trägerschaft und Finanzierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Träger der Initiative, die als Gemeinnützige GmbH organisiert ist, sind die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) und der Deutsche Musikrat. Die GVL und die GEMA (teilweise über die GEMA Stiftung) finanzieren die Initiative mit jährlich jeweils 200.000 Euro. Den Großteil des Budgets stellt jedoch mit jährlich 4,5 Millionen Euro der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, der diesen Betrag auf Beschluss des Deutschen Bundestags zur Verfügung stellt.[1]

Ziele und Instrumente[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ziel der Initiative ist es nach eigenen Angaben, den Musik-Nachwuchs und die Integration zu fördern. Zudem soll die Verbreitung deutscher Musik im Ausland unterstützt werden.[1][3]

Diese Ziele möchte die Fördereinrichtung, neben kleineren Projekten, vor allem durch Künstler- sowie Infrastrukturförderung erreichen.[1]

In dem Programm zur Künstlerförderung werden jeweils ein Musiker oder eine Band sowie dazu ein Unternehmen, etwa ein Musiklabel, gefördert. Kriterium für die Aufnahme in das Förderprogramm ist, dass der Künstler bisher noch nicht mehr als 2 Alben veröffentlicht hat. Zudem sollte keine dieser Veröffentlichung mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet worden sein. Der geförderte Künstler erhält pro Förderrunde einen Betrag zwischen 10.000 und 30.000 Euro, jedoch wird eine Eigenbeteiligung von mindestens 60 % gefordert.[3] Bis Mitte 2010 wurden in 10 sogenannten Förderrunden jeweils etwa 20 Künstler unterstützt, einige von ihnen auch mehrfach, so dass insgesamt etwa 200 Künstler unterstützt wurden.[2]

Um Mittel zur Infrastrukturförderung können sich Personen, Unternehmen oder Institutionen aus der Musikwirtschaft bewerben. Sie erhalten jeweils bis zu 100.000 Euro, auch hier ist eine Eigenbeteiligung von mindestens 60 % Voraussetzung für eine Förderung.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Initiative Musik gGmbH: Zielsetzung Abgerufen am 9. Juni 2010.
  2. a b Initiative Musik gGmbH: [1]Abgerufen am 4. September 2015.
  3. a b c Initiative Musik gGmbH: Die Förderfibel Abgerufen am 9. Juni 2010.