Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene

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Logo des IGPP
Sitz des IGPP in der Wilhelmstraße 3a in Freiburg

Das Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene e.V. (IGPP) ist ein gemeinnütziger eingetragener Verein in Freiburg im Breisgau. Er wurde 1950 von Hans Bender gegründet und wird mit privaten Mitteln (siehe Fanny Moser) und durch Zuwendungen der Holler-Stiftung finanziert.

Die Aufgaben des IGPP liegen in der interdisziplinären Erforschung von Phänomenen wie außersinnlicher Wahrnehmung, Veränderung von Bewusstseinszuständen, Psychokinese u. a.

Es geht um ein verbessertes Verständnis von psychophysischen Wechselbeziehungen aus geistes-, sozial- und naturwissenschaftlicher Perspektive.

Seit 2021 ist Stefan Schmidt der Leiter des Instituts.[1]

Beratung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das IGPP unterhält ein Informations- und Beratungsangebot für wissenschaftliche Fachweltund Öffentlichkeit. Es deckt das gesamte Spektrum der anomalistischen Phänomene und der interdisziplinären Forschung auf den Grenzgebieten der Psychologie ab. Für Betroffene, die sich durch "okkulte", "übersinnliche" oder "paranormale" Erlebnisse verunsichert oder belastet fühlen, gibt es den speziellen Beratungsservice für Menschen mit Außergewöhnlichen Erfahrungen (AgE).

Bibliothek[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Institut unterhält eine der europaweit größten Spezialbibliotheken (ca. 60.000 Bände, Stand 2014) und ein Forschungsarchiv für Parapsychologie und Grenzgebiete der Psychologie. Von 1973 bis 2014 wurde die Bibliothek von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziell gefördert. Von 2011 bis 2014 lief diese Förderung im Rahmen des eigens geschaffenen Sondersammelgebietes Grenzgebiete der Psychologie, Parapsychologie (SSG 5.21), das der Universitätsbibliothek Freiburg übertragen wurde.[2]

Das Bibliotheksangebot, dessen Aufgabe in der „systematischen und möglichst vollständigen Erwerbung des in- und ausländischen Schrifttums, das sich mit dem Gesamtgebiet parapsychologischer und anomalistischer Forschung befasst“[2] wird wissenschaftlich von dem Psychologen und IGPP-Vorstandsmitglied Eberhard Bauer betreut.

Zu den historischen Beständen der IGPP-Bibliothek gehören zum Beispiel die ca. 2.500 Bände umfassende Schriftensammlung des Mediziners, Psychotherapeuten und Parapsychologen Albert von Schrenck-Notzing (1862–1929), der Experimente zum „Physikalischen Mediumismus“ (wie Telekinese und Materialisationsphänomene) durchführte und die Bibliothek der Zoologin und Parapsychologin Fanny Moser (1872–1953), in der sich teilweise seltene Erstausgaben von Werken zu den Themen Mesmerismus, Magnetismus und Okkultismus finden.[2]

Archiv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Archivbestände und die historischen Sammlungen spiegeln eine siebzigjährige Institutsgeschichte mit einem besonderen Schwerpunkt auf den in der Zeit des Institutsgründers Prof. Hans Bender etablierten Forschungs- und Beratungsthemen. Darunter fallen insbesondere Sammlungen und Umfragen zu paranormalen Spontanberichten, z. B. präkognitiven Träumen, ferner Untersuchungen zu Hellsehern, spiritistischen Medien oder geistigen Heilern, zahlreiche Fallstudien zu Spuk- und Geistererscheinungen oder zum großen Gebiet 'okkulter' oder 'esoterischer' Praktiken. Von besonderer Bedeutung für die Wissenschafts- und Kulturgeschichte von Spiritismus, Okkultismus und Parapsychologie sind Nachlässe bedeutender Forscherinnen und Forscher auf diesem Gebiet, wie z. B. Albert Freiherr von Schrenck-Notzing (1862–1929), Fanny Moser (1872–1953), Albert Hellwig (1880–1951), Gerda Walther (1897–1977) oder Hans Bender (1907–1991).

Buchreihen und Zeitschriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Homepage von Prof. Dr. Stefan Schmidt
  2. a b c vgl. die Website der Uni Freiburg zum SSG 5.21

Koordinaten: 47° 59′ 35,5″ N, 7° 50′ 33,3″ O