Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene

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Logo des IGPP
Sitz des IGPP in der Wilhelmstraße 3a in Freiburg

Das Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene (IGPP) in Freiburg ist ein gemeinnütziger eingetragener Verein und wird mit privaten Mitteln (siehe zum Beispiel Fanny Moser) finanziert. Gegründet wurde es im Jahr 1950 von dem Psychologen und Arzt Hans Bender (1907–1991). Von 1991 bis 2001 war Johannes Mischo (1930–2001) Leiter des Instituts, sein Nachfolger ist Dieter Vaitl.

Neben einem Austausch mit der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg gibt es Kooperationen mit Hochschulen und Forschungsinstituten im In- und Ausland.[1]

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Aufgaben des IGPP liegen in der interdisziplinären Erforschung von Phänomenen wie außersinnlicher Wahrnehmung, Veränderung von Bewusstseinszuständen, Psychokinese u. a. Es geht um ein verbessertes Verständnis von psycho-physischen Wechselbeziehungen aus geistes-, sozial- und naturwissenschaftlicher Perspektive.

Außerdem berät es Menschen mit außergewöhnlichen Erfahrungen. Nicht zu verwechseln ist es mit der Parapsychologischen Beratungsstelle der Wissenschaftlichen Gesellschaft zur Förderung der Parapsychologie (WGFP) in Freiburg, die von Walter von Lucadou geleitet wird, der von 1979 bis 1985 als Assistent am Lehrstuhl für Psychologie und Grenzgebiete der Psychologie des Psychologischen Instituts der Universität Freiburg tätig war.[2]

Bibliothek[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Institut unterhält eine der europaweit größten Spezialbibliotheken (ca. 60.000 Bände, Stand 2014) und ein Forschungsarchiv für Parapsychologie und Grenzgebiete der Psychologie. Von 1973 bis 2014 wurde die Bibliothek von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziell gefördert. Von 2011 bis 2014 lief diese Förderung im Rahmen des eigens geschaffenen Sondersammelgebietes Grenzgebiete der Psychologie, Parapsychologie (SSG 5.21), das der Universitätsbibliothek Freiburg übertragen wurde.[3]

Das Bibliotheksangebot, dessen Aufgabe in der „systematischen und möglichst vollständigen Erwerbung des in- und ausländischen Schrifttums, das sich mit dem Gesamtgebiet parapsychologischer und anomalistischer Forschung befasst“[3] wird wissenschaftlich von dem Psychologen und IGPP-Vorstandsmitglied Eberhard Bauer betreut.

Zu den historischen Beständen der IGPP-Bibliothek gehören zum Beispiel die ca. 2.500 Bände umfassende Schriftensammlung des Mediziners, Psychotherapeuten und Parapsychologen Albert von Schrenck-Notzing (1862–1929), der Experimente zum „Physikalischen Mediumismus“ (wie Telekinese und Materialisationsphänomene) durchführte und die Bibliothek der Zoologin und Parapsychologin Fanny Moser (1872–1953), in der sich teilweise seltene Erstausgaben von Werken zu den Themen Mesmerismus, Magnetismus und Okkultismus finden.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. die Angaben in den Tätigkeitsberichten.
  2. vgl. die Website des WGFP
  3. a b c vgl. die Website der Uni Freiburg zum SSG 5.21

Buchreihen und Zeitschriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mind and Matter (englischspr. Zeitschrift)
  • Grenzüberschreitungen (Buchreihe)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 47° 59′ 36″ N, 7° 50′ 33″ O