Intellektualisierung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Intellektualisierung steht für die Überbetonung des Verstandes­ bei einem Menschen. Dabei werden Emotionen und Gefühle auf Logik und Rationalität reduziert. Psychologisch wird dieses Verhalten damit erklärt, dass die Person durch abstraktes Denken bzw. Generalisierung emotionale Konflikte kontrollieren oder minimieren will (siehe auch Abwehrmechanismus).

Der Therapeut John Bradshaw schreibt: „Durch Generalisieren und Universalisieren sorgt man dafür, dass die Kategorien so weit und abstrakt gefasst sind, dass man den Kontakt zur konkreten, sinnlich erfahrbaren Wirklichkeit verliert.“ Er verweist darauf, dass die Intellektualisierung häufig der Vermeidung von Scham dient und im Zusammenhang von Familiensystemen Suchtcharakter haben kann.[1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. John Bradshaw (1988): Healing the Shame that Binds You (Wenn Scham krank macht). Health Communications. ISBN 978-0-932194-86-2. "Intellectualizing is often a way to avoid internal states which are shame-bound. One's very way of intellectualizing can be addictive. Generalizing and universalizing keep one in categories so broad and abstract that there's no contact with concrete specific sensory-based reality. Abstract generalizing is a marvelous way to mood alter." (Quelle).