Rationalisierung (Psychologie)

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Rationalisierung kann je nach unterschiedlicher psychologischer Theorie verschiedene Bedeutungen haben:

Psychologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begriff bezeichnet in der Psychologie kognitive Vorgänge, bei denen gemachten Erfahrungen, Erlebnissen oder Beobachtungen nachträglich (ex post) rationale Erklärungen zugeschrieben werden. Diese müssen keinesfalls wirklich ursächlich für das Erlebnis sein, sondern sind oft konstruiert und persönlich eingefärbt. Die vermeintliche Logik reduziert kognitive Dissonanzen und vermittelt der Person einen Sinn. Dies kann so weit gehen, dass Erinnerungen konstruiert werden, um den Sinn aufrechtzuerhalten.

Rationalisierung ist der bevorzugte Abwehrmechanismus bei der antisozialen bzw. dissozialen Persönlichkeitsstörung.[1]

Psychoanalyse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Psychoanalyse ist Rationalisierung ein Abwehrmechanismus des Ichs, nämlich der Versuch, Handlungen, die durch unbewusste Motive gesteuert werden (z.B. durch verdrängte Triebimpulse), nachträglich einen rationalen Sinn zu geben.

Hypnose[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach erfolgter posthypnotischer Suggestion in Hypnose bzw. Hypnotherapie ist Rationalisierung die Fabrikation (Konstruktion) einer vernünftig erscheinenden Erklärung für das Befolgen posthypnotischer Befehle.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelbelege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hans-Jürgen Möller, Gerd Laux, Arno Deister: Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (= Duale Reihe.). Mit einem Beitrag zur Kinder- und Jugendpsychiatrie von Gerd Schulte Körne und Hellmuth Braun-Scharm. 5., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Thieme, Stuttgart 2013 ISBN 978-3-13-128545-4, S. 386.
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