International Carbon Action Partnership

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Die International Carbon Action Partnership (ICAP) wurde im Jahr 2007[1] von über 15 Regierungsrepräsentanten als ein internationales Forum für die Zusammenarbeit zwischen staatlichen und sub- bzw. suprastaatlichen Akteuren gegründet, die einen Emissionsrechtehandel (EH) in Form eines Cap & Trade-Programms bereits eingeführt haben oder einzuführen planen. Der damalige Gouverneur Arnold Schwarzenegger verkündete auf der Gründungsveranstaltung:

„Die erste Partnerschaft ihrer Art wird mehr Anreize für Investitionen in saubere Technologien schaffen und Wirtschaftswachstum bringen, während Verschmutzer nicht aus der Verantwortung entlassen werden. Und das wird dabei helfen, die Gesundheit unseres Planeten zu erneuern.“[2]

José Socrates, zu dieser Zeit portugiesischer Premierminister, erklärte außerdem, dass die Partnerschaft geschaffen wurde, um Kohlenstoffmärkte weltweit zusammenzubringen und damit erfolgreicher in der Bekämpfung des Klimawandels zu werden.[3] ICAP umfasst Mitglieder des Europäischen Emissionshandelssystems (EU ETS), der Western Climate Initiative (WCI), der Regional Greenhouse Gas Initiative (RGGI), Australiens, Neuseelands, Norwegens und der Regierung der Metropolregion Tokio, Japan, Südkorea, Kasachstan und die Ukraine besitzen den Beobachterstatus.[4] Mitglieder tauschen sich zu bewährten Methoden aus und diskutieren Gestaltungsmerkmale eines EH in Hinblick auf einen reibungslos funktionierenden Kohlenstoffmarkt. Die Arbeit von ICAP wird motiviert durch den Fakt, dass die Verknüpfung von Kohlenstoffmärkten sowohl ökonomische, soziale als auch ökologische Vorteile bringen kann.[5][6]

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ICAP ist als offenes Forum von Regierungen und öffentlichen Institutionen konzipiert, die sich mit der Implementierung eines Emissionshandels beschäftigen. Die Hauptorgane von ICAP sind das Plenum und der Lenkungsausschuss. Die tägliche Arbeit wird unterstützt vom ICAP-Sekretariat mit Sitz in Berlin unter der Begleitung der ICAP-Co-Vorsitzenden.[7]

Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Teilen von Erfolgsmethoden und gegenseitiges Lernen aus gemachten Erfahrungen zum EH
  • Politische Entscheidungsträger in einem frühen Stadium bei Themen wie EH-Designkompatibilität und Möglichkeiten zur Etablierung eines EH unterstützen
  • Unterstützung bei der möglichen Verknüpfung von zukünftigen Handelssystemen
  • Die Schlüsselrolle von EH als eine effektive Antwort auf die Herausforderungen des Klimawandels hervorheben
  • Aufbau und Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Regierungen

Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Arbeit von ICAP ist auf drei verschiedene Gebiete konzentriert: technischer Dialog, EH-Wissensverbreitung und EH-Wissensausbildung in Schwellen- und Entwicklungsländern.

Technischer Dialog[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen des technischen Dialogs werden Themen wie die Verknüpfung von EH, Allokationsmethoden,[8] MRV (Measurement Reporting and Verification), Kompensationszertifikaten und Carbon Leakage behandelt. Veranstaltungen in diesem Bereich geben Vertretern der Mitglieder von ICAP die Gelegenheit, mit internationalen und lokalen Experten ihre Expertise zu technischen Fragestellungen zu teilen und Maßnahmen zur Entstehung eines globalen Kohlenstoffmarkts zu diskutieren.[9]

EH-Wissensverbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Organisation fungiert als Wissensplattform zu existierenden und geplanten Emissionshandelssystemen, aber auch zu generellen Fragen wie bspw. den Vorzügen und Designmöglichkeiten vom Emissionshandel. Um der wachsenden Nachfrage nach verlässlichen und detaillierten Informationen zu weltweiten Emissionshandelssystemen nachzukommen, entwickelte ICAP eine interaktive und regelmäßig aktualisierte Karte, die einen Überblick über bestehende Emissionssysteme gibt.[10] Darüber hinaus bietet der „ICAP Status Report: Emissions Trading Worldwide“[11] Merkblätter zu allen existierenden und geplanten Emissionshandelssystemen und beinhaltet Infographiken, die eine einfache Vergleichbarkeit zu ermöglichen. Politische Entscheidungsträger und Kohlenstoffmarktexperten teilen in Beiträgen Einblicke zu Meilensteinen in der Implementierung und im Betrieb von EH. Des Weiteren organisiert ICAP regelmäßig Begleitveranstaltungen auf UN-Klimakonferenzen.[12]

EH-Wissensausbildung in Schwellen- und Entwicklungsländern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2009 organisiert ICAP Kurse zu technischen Fragestellungen wie Gestaltung und Implementierung von Cap & Trade-Systemen für Teilnehmer aus Schwellen- und Entwicklungsländern. Im Jahre 2014 zählte die ICAP-Alumni-Gruppe 289 Kursteilnehmer aus 39 Staaten.[13]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://icapcarbonaction.com/en/partnership/about
  2. (Memento des Originals vom 27. Dezember 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/gov.ca.gov
  3. https://icapcarbonaction.com/index.php?option=com_attach&task=download&id=33
  4. https://icapcarbonaction.com/partnership/members
  5. http://climatestrategies.org/wp-content/uploads/2009/05/executive-summary-linking-final-may-09.pdf
  6. PDF
  7. https://icapcarbonaction.com/partnership/about
  8. https://icapcarbonaction.com/technichal-dialog-archive/144-benchmarking-workshop
  9. https://icapcarbonaction.com/activities/technical-dialog
  10. https://icapcarbonaction.com/ets-map
  11. https://icapcarbonaction.com/component/attach/?task=download&id=152
  12. Side Events Archive. International Carbon Action Partnerchip, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  13. https://icapcarbonaction.com/activities/icap-courses