Inzision

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zur Inzision in der Verslehre siehe Zäsur.

Die Inzision (lateinisch incisio ‚Einschnitt‘) ist das Durchtrennen von Haut und Weichgeweben bei operativen Eingriffen[1], um ein Operationsgebiet freizulegen oder um einen pathologisch entstandenen Hohlraum (z. B. den eines Abszesses) zu eröffnen. Die Inzision soll das Operationsgebiet „übersichtlich darstellen“[1] und eine „intraoperative Erweiterungsmöglichkeit“[1] bieten.

Eine Inzision wird üblicherweise mit einem Skalpell vorgenommen. Die technischen Neuerungen des letzten Jahrhunderts führten jedoch auch zur Verwendung von Hochfrequenz-Diathermiegeräten, Laser-„Messern“ und Ultraschall-Skalpellen. Mit diesen Geräten können Inzisionen je nach Situation blutärmer, feiner, präziser oder mit besserer Schonung der Umgebung angelegt werden (minimal-invasive Operationstechnik). Daneben haben sich auch nichtinvasive Operationsmethoden etabliert. Hautschnitte entlang der Langer-Linien (natürliche Hautspaltlinien) erzielen günstigere kosmetische Ergebnisse, sie werden daher besonders in der Schönheitschirurgie, aber auch anderen Operationen in sensiblen Bereichen eingesetzt. Die Inzisionen – die ja eine „vorsätzliche“ Schnittwunde als Verletzung gesunden Gewebes darstellen – werden somit in ihren Folgen beschränkt; dies betrifft sowohl Operationsrisiken als auch Heilungsprozess und Heilungserfolg (Narbenbildung).

Zu den wichtigeren Schnittführungen bei Hautschnitten am Vorderleib und ihrer Anwendung gehören:[1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Pschyrembel. 259. Aufl., S. 1502f
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