Puná

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Puná
Verwaltungskarte der Provinz Guayas mit Puná im Süden (unten)
Verwaltungskarte der Provinz Guayas
mit Puná im Süden (unten)
Gewässer Golf von Guayaquil
Geographische Lage 2° 50′ S, 80° 9′ WKoordinaten: 2° 50′ S, 80° 9′ W
Puná (Ecuador)
Puná
Länge 51 km
Breite 26 km
Fläche 855 km²
Höchste Erhebung Zamba Palo
253 m
Einwohner 6500 (2001)
7,6 Einw./km²
Hauptort Puná
Karte von Guayaquil (1741), mit Puna linksNorden ist rechts
Karte von Guayaquil (1741), mit Puna links
Norden ist rechts

Die Isla de Puná (Puná-Insel) ist eine 855 km² große Insel im Süden der Küste Ecuadors an der Mündung des Flusses Guayas in den Golf von Guayaquil des Pazifik. Sie liegt damit südlich der Hafenstadt Guayaquil zwischen dem minimal 10,3 km breiten Jambeli-Kanal und dem drei Kilometer breiten Morro-Kanal, die die Mündung des Guayas mit dem offenen Golf verbinden.

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Insel bildet eine Parroquia im Kanton Guayaquil der Provinz Guayas.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im April 1531 fand auf der Insel eine Schlacht zwischen den spanischen Konquistadoren unter Francisco Pizarro und den einheimischen Tumbez statt. Die Tumbez hatten zuvor ihre Unabhängigkeit von den Inka gewahrt, was ihnen jedoch gegen die Spanier nicht gelang. Von Puná aus gelangte Pizarro an das Festland und begann die Eroberung des Inkareiches. 1541 wurde auf Puná der Parteigänger Pizarros und Bischof von Peru (Cuzco), der Dominikaner Vicente de Valverde, von den Tumbez als Reaktion auf die Zerstörung ihrer Kultstätten ermordet und nach Chronistenberichten in einem kannibalischen Ritus verspeist. Seit 1557 wurde Puná zum Standort von Werften, die vor allem Galeonen herstellten und reparierten. Die Insel war im 16. und 17. Jahrhundert mehrfach Schauplatz von Kämpfen zwischen spanischen Truppen und Piraten.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Insel hat etwa 6.500 Einwohner (2001), die von Landwirtschaft, Fischerei und Mollusken-Sammeln leben. 94 % von ihnen werden als „arm“ eingestuft. Viele der natürlichen Mangroven auf der Insel wurden durch kommerzielle Garnelenzucht zerstört. Erste Projekte zu ihrer Renaturierung wurden begonnen.

Der gleichnamige Hauptort Puná liegt im Nordosten der Insel.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]