Jägerkaserne (Bischofswiesen)

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DeutschlandFlag of Germany (state).svg Jägerkaserne
Haupteingang Jägerkaserne

Haupteingang Jägerkaserne

Land Deutschland
Gemeinde Bischofswiesen
Koordinaten: 47° 37′ N, 12° 58′ OKoordinaten: 47° 37′ 28″ N, 12° 58′ 12″ O
Erbaut 1937
Stationierte Einheiten
Gebirgsjägerbataillon 232 DeutschlandFlag of Germany (state).svg
Alte Kasernennamen
1937–1945
1945–1967
Berchtesgaden-Strub Kaserne
Strub Kaserne
Deutsches ReichWar ensign of Germany (1938–1945).svg
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
Ehemals stationierte Einheiten
Gebirgsjägerregiment 100
US-Army Recreation Center[1]
Deutsches ReichWar ensign of Germany (1938–1945).svg
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
Jägerkaserne (Bayern)
Jägerkaserne

Lage der Jägerkaserne in Bayern

Die Jägerkaserne ist eine Kaserne der Bundeswehr im Bischofswiesener Ortsteil Strub in Bayern. Sie wurde ab 1937 erbaut und erhielt am 17. Juni 1967 den Namen „Jägerkaserne“. Die Kaserne befindet sich an der Gebirgsjägerstraße.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Bau der „schönste[n] Kaserne am schönsten Platz des Reiches“, wurde nach den Plänen des Münchner Architekten Bruno Biehler im September 1937 begonnen. Die benötigten Grundstücke für das Kasernenareal wurden enteignet. Am 11. November 1938 bezog das II. Bataillon des Gebirgsjägerregiments 100 die Kaserne. Am 4. Mai 1945 besetzten französische und US-amerikanische Truppen die Kaserne. Anschließend diente sie zur Unterbringung von Displaced Persons.

Am 2. Juli 1957 rückten, unter Anwesenheit des damaligen Bundesministers der Verteidigung Franz Josef Strauß, die ersten Einheiten des neu aufgestellten Gebirgsjägerbataillons 38 (ab März 1959 umbenannt in Gebirgsjägerbataillon 232) in die Kaserne ein. Am 2. Dezember 1958 wurde der Standortübungsplatz „Sillberg“[2] mit einer Lehrübung eröffnet. Ein Teil der Kaserne wurde bis in die 1990er-Jahre durch die US-Streitkräfte genutzt.

Die stationierten Gebirgsjäger waren an zahlreichen Auslandseinsätzen wie Somalia, Balkan und Afghanistan beteiligt, ebenso bei regionalen und überregionalen Katastropheneinsätzen. Ein Großteil der erfolgreichsten deutschen Wintersportler sind oder waren in der Kaserne stationiert und werden dort von der Sportfördergruppe trainiert.

Während der Rettungsaktion in der Riesending-Schachthöhle im Juni 2014 wurde das Lager für die Einsatzkräfte und der Hubschrauberlandeplatz auf dem Kasernengelände eingerichtet.[3]

Dienststellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.usarmygermany.com/USAREUR_City_Garmisch.htm
  2. Es sind unterschiedliche Schreibweisen belegt; „Sillberg“ laut amtlichen Bayern Atlas, online unter geoportal.bayern.de
  3. Untersberg – Gebirgsjäger unterstützen bei Höhlenrettung, deutschesheer.de, 17. Juni 2014.

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