Jóhannes úr Kötlum

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Jóhannes Bjarni Jónasson úr Kötlum, der seinen Namen zum Künstlernamen Jóhannes úr Kötlum verkürzte, wurde am 4. November 1899 auf dem Hof Goddastaðir bei Hjarðarholt í Dölum, heute Gemeinde Dalabyggð, Island, geboren und starb am 27. April 1972 in Reykjavík. Er war ein isländischer Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er heiratete am 24. Juni 1930 Hróðný Einarsdóttir (* 12. Mai 1908). Sie hatten einen Sohn und zwei Töchter: Svanur, Inga Dóra und Þóra. Jóhannes war Lehrer von 1921 bis 1932. Er war 1941 Parlamentsabgeordneter (Alþingismaður). Bis 1932 lebte er im Bezirk Daliasýsla, danach in Reykjavík und Hveragerdi. Zwischendrin war er auch immer wieder Hüttenwart in der Thórmörk.[1]

Oft war er auch auf Reisen im Ausland, u.a. in China, relativ außergewöhnlich für die damalige Zeit.[1]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es handelt sich bei ihm um einen der bekanntesten Dichter seiner Zeit in Island, der 20 Bände eigener Gedichte herausgab und 5 Romane schrieb. Er übersetzte auch viele Bücher und schrieb Beiträge für Zeitschriften.

Er begann schon jung zu schreiben.

Unter dem Titel Bí, bí og blaka erschien 1926 der erste seiner ca. 20 Gedichtbände.[2] Der nächste Band (1929) trug den Titel Álftirnar kvaka. [1]Beide Titel in Anspielung auf ein bekanntes Kinderlied.

Von ihm stammt z.B. ein bekanntes Gedicht über die dreizehn isländischen Weihnachtsmänner Jólasveinar.

Eines seiner ins Deutsche übersetzten Gedichte ist

Ein junges Mädchen
Ich traf dich allein auf offener Straße,
der Abend war schön,
die Sonne saß lachend auf lichtklarem Gletscher
und ließ ihre blutrote Seide
im hellblauen Luftzelt entstehen. (...)[2]

Zu Beginn hielt er sich an die gebundene Form, wandte sich aber dann in der Lyrik immer mehr der offenen Form zu.[1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Jón R. Hjálmarsson: Með þjóðskáldum við þjóðveginn. Reykjavík 2004, 58-63
  2. a b Isländische Lyrik. Hg. S. Aðalsteinsdóttir, u.a. Berlin 2011, 58. ISBN 978-3-458-35754-4
Island Anmerkung zu isländischen Personennamen: Isländer werden mit dem Vornamen oder mit Vor- und Nachnamen, jedoch nicht allein mit dem Nachnamen bezeichnet. Weiterführende Informationen finden sich unter Isländischer Personenname.