Jüdische Zeitung (Berlin)

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Jüdische Zeitung

Beschreibung Unabhängige Monatszeitung für zeitgenössisches Judentum
Verlag Werner Media Group
Erstausgabe September 2005
Einstellung 2014
Erscheinungsweise monatlich
Verkaufte Auflage 7.300[1] Exemplare
Chefredakteur Michail Goldberg
Weblink www.j-zeit.de (Memento vom 28. Februar 2009 im Internet Archive)
ISSN (Print) 1861-4442
ZDB 2206013-3

Die Jüdische Zeitung war eine unabhängige jüdische Monatszeitung in deutscher Sprache aus dem Haus Werner Media Berlin, die zwischen September 2005 und August 2014 erschien. Adressat der im Rheinischen Format gedruckten Monatsschrift waren nach eigener Aussage die deutschsprachige jüdische Gemeinschaft sowie alle am Judentum und jüdischen Fragen Interessierten.

Mit einer Startauflage von 39.000 Exemplaren im September 2005 trat die Jüdische Zeitung gleich mehr als doppelt so stark auf wie die vom Zentralrat der Juden in Deutschland herausgegebene Wochenzeitung Jüdische Allgemeine[2] und distanzierte sich auf Seite eins von dem Alleinvertretungsanspruch des Zentralrats. Sie widmete in den Anfangsjahren kleinen liberalen jüdischen Gemeinden, die im Zentralrat nicht vertreten waren, viel Raum.[3]

Die hohe Startauflage konnte nicht gehalten werden: Während 2007 noch eine Auflage von 36.000 Exemplaren angegeben wurde[4], erschien die Zeitung 2009 vorübergehend nur als online-Ausgabe[5] und 2010 mit einer Auflage von 7.300 Exemplaren[1]. Die Zahlen beruhen auf Verlagsangaben, die Jüdische Zeitung wurde nicht bei der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) erfasst.

Im Oktober 2014 meldete der Verlag Werner Media Insolvenz an, die Jüdische Zeitung wurde eingestellt.[6]

Die Jüdische Zeitung erschien im gleichen Verlag wie die schon seit 2002 produzierte russischsprachige Jewreiskaja Gaseta, die sich an russischsprachige Juden richtete. Hin und wieder erschienen Artikel in Übersetzung parallel in der russischen Jewreiskaja Gaseta sowie in der Jüdischen Zeitung. Jedoch war die Jüdische Zeitung ein eigenständiges Medium mit einer kritischen Sicht auf jüdische Themen, das ein breites Meinungsspektrum - von atheistisch bis ultraorthodox, von linksliberal bis rechtskonservativ, von antizionistisch bis ultrazionistisch - abbildete.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Mediadaten JZ (Memento vom 13. August 2011 im Internet Archive) (PDF; 4,2 MB) Werner Media Group, März 2010
  2. Thomas Klatt: Der Boxer – Wie der Unternehmer Nicholas Werner Marktführer russischsprachiger Medien in Deutschland wurde. In: Berliner Zeitung, 14. Oktober 2005
  3. Igal Avidan: Neue jüdische Zeitung hofft auf junge Leser. Deutsche Welle 10. Oktober 2005
  4. Mediadaten 2007 (Memento vom 22. April 2007 im Internet Archive) (PDF; 3,9 MB) Werner Media Group Berlin
  5. „Jüdische Zeitung“ vor dem Aus. In: Der Tagesspiegel, 10. März 2009
  6. White & Case-Local Partner zum Insolvenzverwalter der Werner Media Verlags GmbH bestellt. In: White&Case Insolvenz GbR, 4. November 2014
  7. Jüdische Zeitung im Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland – Einrichtung beim Zentralrat der Juden in Deutschland