Jan Soldat

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Jan Soldat (2014)

Jan Soldat (* 21. Februar 1984 in Karl-Marx-Stadt, Deutsche Demokratische Republik) ist ein deutscher Filmemacher mit Priorität auf dokumentarischen Formen.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2006 produziert Jan Soldat Kurzfilme. 2008 begann er ein Studium der Film- und Fernsehregie an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam.[1]

2010 wurde sein Film Geliebt im Kurzfilmwettbewerb der Berlinale gezeigt.[1] Der aufsehenerregende[2] Dokumentarfilm behandelt das Thema Zoophilie. Ebenfalls 2010 gewann Soldat den ersten Preis des Kurzfilmwettbewerbs auf dem Pornfilmfestival Berlin[3] für seinen Kurzfilm Endlich Urlaub, in dem ein Mann bei der Selbstbefriedigung gezeigt wird.[4] Mit Geliebt, rein/raus und Sandweg ’80 wurden auf dem Festival noch drei weitere Filme von Jan Soldat gezeigt. 2011 wurde mit Unbenannt erneut einer seiner Filme gezeigt.[5] Außerdem war Jan Soldat Mitglied der Wettbewerbsjury des Festivals.[6]

Im Jahr 2012 war Jan Soldat erneut auf der Berlinale vertreten. Im Programm Generation 14plus, das sich an Jugendliche richtet, wurde sein Kurzfilm Crazy Dennis Tiger gezeigt.[7] Der mit Laiendarstellern gedrehte Film[8] erzählt die Geschichte des Brandenburger Jugendlichen Dennis, der seinen Bruder rächen möchte, nachdem dieser als Zuschauer einer Wrestling­veranstaltung verletzt wurde. Soldat bezeichnete diesen Film als seinen Versuch, etwas Konventionelles zu machen.[9] Außerdem nahm er mit dem Film Zucht und Ordnung in der Sektion Panorama teil.[10] Der neunminütige Kurz-Dokumentarfilm porträtiert zwei schwule, BDSM praktizierende Senioren, die Soldat über das Internet kennengelernt hatte.[9] Eine Fortsetzung ist Ein Wochenende in Deutschland (2013).[11]

Für seinen Diplomfilm Der Unfertige (2013) wurde er jüngst mit dem Cinemaxxi Award Best Short Film in Rom ausgezeichnet und für den Kurzfilmpreis der Deutschen Filmkritik nominiert.

2014 drehte er eine vierteilige Reihe von dokumentarischen Formen zum Thema Knastrollenspiele. Der erste Teil der Serie Hotel Straussberg (27 Minuten) lief bereits im selben Jahr auf der Viennale ’14. Der Besuch (5 Minuten) und Die Sechste Jahreszeit liefen gemeinsam im Programm des 44. Internationalen Filmfestivals Rotterdam und Haftanlage 4614 (60 Minuten) feierte seine Weltpremiere im Panorama der 65. Internationalen Filmfestspiele Berlin.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jan Soldat mit Helmut Mooshammer (VIS 2017)
  • 2007: Geschwisterliebe
  • 2007: Kommissar Kresch und der Fuchs vom Posthof
  • 2007: runter
  • 2008: Kain
  • 2008: wahrscheinlich vielleicht auch nicht
  • 2008: Sandweg ’80
  • 2008: Kein Deutschmehrland
  • 2009: rein/raus
  • 2010: Geliebt (Be loved)
  • 2010: Endlich Urlaub
  • 2011: Interim
  • 2011: Unbenannt
  • 2012: Zucht und Ordnung (Law and Order)
  • 2012: Crazy Dennis Tiger
  • 2013: Ein Wochenende in Deutschland (A weekend in Germany)
  • 2013: Dann is’ es halt so (That’s how it is)
  • 2013: Der Unfertige (The Incomplete)
  • 2014: Hotel Straussberg
  • 2015: Haftanlage 4614 (Prison System 4614)
  • 2015: Der Besuch (The Visit)
  • 2015: Die Sechste Jahreszeit (The Sixth Season)
  • 2016: Coming Of Age
  • 2016/17: Protokolle
  • 2017: Happy Happy Baby

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jan Soldat – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Geliebt (PDF; 81 kB) im Programm der Berlinale
  2. Susanne Burg: Mut zum Risiko im kurzen Format In: Deutschlandradio Kultur vom 16. Februar 2010
  3. Pornfilmfestival Berlin (Memento des Originals vom 22. September 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.pornfilmfestivalberlin.de
  4. Ekaterina Vassilieva-Ostrovskaja: Pornfilmfestival Berlin 2010 – Internationaler Kurzfilmwettbewerb (Memento des Originals vom 1. Januar 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.f-lm.de, f-lm.de
  5. Unbenannt im Programm des Pornfilmfestivals Berlin 2011
  6. Wettbewerbsjury der Kategorie Spielfilme des Pornfilmfestivals Berlin
  7. Crazy Dennis Tiger (PDF; 158 kB) im Programm der Berlinale
  8. Julia Baumgärtel: HFF-Nachwuchs auf der Berlinale@1@2Vorlage:Toter Link/www.rbb-online.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.. Beitrag aus der Sendung Brandenburg aktuell des RBB
  9. a b Ricarda Nowak: Wrestling und Alterssex. Filme von Jan Soldat auf der Berlinale@1@2Vorlage:Toter Link/www.maerkischeallgemeine.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.. Märkische Allgemeine, 3. Februar 2012
  10. Zucht und Ordnung (PDF; 139 kB) im Programm der Berlinale
  11. Jan Soldat (Memento des Originals vom 21. Oktober 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.pornfilmfestivalberlin.de in der Reihe Filmmaker in Focus auf dem Pornfilmfestival