Jaron Engelmayer

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Jaron Engelmayer (Yaron Baruch Engelmayer; geboren 1976 in Zürich) ist ein israelisch-schweizerischer Rabbiner.

Seit 1. September 2008 war Engelmayer Rabbiner bei der Synagogen-Gemeinde Köln als Nachfolger von Netanel Teitelbaum, welcher aus gesundheitlichen und familiären Gründen kurzfristig von seiner Stellung zurückgetreten war. Im November 2014 wurde bekannt, dass er nach Israel gehen wird. Einer der Gründe sei, dass es in Köln für seine Kinder keine weiterführende jüdische Schule gäbe[1], ein anderer Grund sei sein Wunsch nach einem Leben in Israel. Zu Ende Januar 2015 setzte er seinen Plan um.[2] Die Kölner Synagogengemeinde blieb daraufhin drei Jahre ohne Rabbiner, bis Yechiel Brukner, ebenfalls aus Zürich stammend, im September 2018 die Stelle einnahm.

Im Februar 2020 wurde bekannt, dass er vom Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien einstimmig zum neuen Wiener Oberrabbiner bestellt wurde.[3]

Aufgewachsen ist Jaron Engelmayer in der Schweiz, lebte dann u. a. neun Jahre in Israel, wo er Studien an verschiedenen Hochschulen und Rabbinerseminaren (u. a. Jeschiwa Heser in Ma'ale Adumim) absolviert hat. Im Jahr 2002 wurde er durch das aschkenasische Oberrabbinat in Israel zum Rabbiner ordiniert (Semicha) und amtierte vor seinem Amtsantritt in Köln drei Jahre als Rabbiner in Aachen.

Rabbiner Engelmayer war Mitglied der Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschlands.[4]

Er spricht Hebräisch, Englisch, Deutsch, Jiddisch, Italienisch, Russisch und Französisch. Rabbiner Engelmayer ist verheiratet und hat vier Kinder.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Robert Baumanns: Nach sechs Jahren: Rabbiner Jaron Engelmayer verlässt Köln. In: express.de. 27. November 2014, abgerufen am 3. April 2019.
  2. Graf Constantin von Hoensbroech: »Vieles ist auf gutem Weg«. In: Jüdische Allgemeine. 26. Januar 2015, abgerufen am 3. April 2019.
  3. W. Z. Online: Jaron Engelmayer wird Oberrabbiner von Wien. Abgerufen am 25. Februar 2020.
  4. Rabbiner Jaron Engelmayer. In: ordonline.de. 4. September 2010, abgerufen am 3. April 2019.