Jenaer Volksblatt

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Titelleiste des Jenaer Volksblattes vom 24. Dezember 1893

Das Jenaer Volksblatt war eine lokale Zeitung für den Raum Jena und erschien zwischen 1890 und 1941. Die erste Ausgabe erschien am 15. April 1890. Die von Ernst Abbe gegründete Zeitung sollte ein sozialliberales Gegengewicht zur konservativen "Jenaischen Zeitung" darstellen und wurde u. a. von Otto Schott und Siegfried Czapski unterstützt. Seit September 1891 wurde die Zeitung bis zur zwangsweisen Einstellung am 31. Mai 1941 vom Jenaer Verleger Bernhard Vopelius herausgegeben und im eigenen Haus in der Saalbahnhoftstraße 3–5 gedruckt. Spätestens 1934 übertraf die Auflage von 9000 Exemplaren die Auflagenhöhe der Jenaischen Zeitung. Nach Abbes Tod 1905 tendierte sie unter dem Einfluss von Friedrich Schomerus zum Nationalliberalismus. Ab 1919 war sie das Organ der Deutschen Demokratischen Partei (DDP), ab 1926 mit dem Abspruch "Unabhängige demokratische Tageszeitung für Thüringen" (Untertitel). Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt er keine Zulassung mehr. Der Verlag wurde an Otto Lochmann (1920–2006) verkauft. Den Namen übernahm 2004 Bernd Rolle für seine Neugründung. Populär war die Beilage zur Jenaer Heimatkunde und Geschichte ("Altes und Neues aus der Heimat"), die vor allem aus der Feder seines Mitherausgebers Herbert Koch stammte.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kristian Philler: Art. Jenaer Volksblatt In: Matias Mieth, Rüdiger Stutz (Hrsg.): Jena. Lexikon zur Stadtgeschichte. Tümmel-Verlag, Berching 2018, S. 325f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]