Jetzt red i

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Seriendaten
OriginaltitelJetzt red i
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Jahr(e)seit 1971
Produktions-
unternehmen
Bayerischer Rundfunk
Länge45 Minuten
Ausstrahlungs-
turnus
einmal im Monat am Mittwoch
GenreDiskurs
IdeeFranz Stefani
Moderation
Erstausstrahlung10. März 1971 auf Bayerisches Fernsehen

Jetzt red i ist eine Bürgersendung im BR Fernsehen, die 1971 der Journalist und BR-Redakteur Franz Stefani konzipiert und realisiert hat.

Konzeption und Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Erfinder der Sendung Franz Stefani schwebte eine „Sendung von Bürgern für Bürger“ vor.[1] Seine Sendungskonzeption, nach der Bürger ihre persönlichen Probleme vortragen und Politiker sich dazu im Fernsehen äußern, war seinerzeit etwas Neues in der deutschen Fernsehlandschaft und gilt bis heute als Vorbild für bürgernahe Sendungsformate.[2]

Das Sendeformat Jetzt red i hat die Besonderheit, dass die Fernsehmacher zu den Bürgern in ein Wirtshaus kommen, wo sich diese im sogenannten „Wirtshausdiskurs“ zu lokalen, regionalen und auch überregionalen Themen äußern. Die diskutierenden Bürger schildern ihre Erfahrungen und konfrontieren die an der Sendung teilnehmenden verantwortlichen bayerischen Politiker mit konkreten Problemen und Vorschlägen. Dazu wird jeweils einmal im Monat ein Ort in Bayern ausgewählt, in den das BR-Team kommt und im jeweiligen Gasthaus den ortsansässigen Bürgern die Gelegenheit gibt, ihre Anliegen vorzubringen.

Von 1971 bis 2014 bestand die Sendung aus zwei separaten Elementen: Zum einen aus der Aufzeichnung der im Saal vor Ort von Bürgern angesprochenen Themen und Probleme, zum anderen aus der ein paar Tage später live übertragenen Studiorunde in München mit den Äußerungen der Politiker. Dabei wurde immer abwechselnd ein Thema aus dem Saal eingespielt und direkt danach im Studio diskutiert. In der Regel ergänzten Informationen und Eindrücke über den jeweiligen Veranstaltungsort die Sendung. Ab 2014 wurden die Politiker direkt in das Gasthaus eingeladen und standen dort den Bürgern in der Live-Sendung Rede und Antwort.

Seit April 2016 läuft Jetzt red i als feste Bürgersendung im 14-täglichen Wechsel mit der Münchner Runde. Seitdem ist die Sendung monothematisch und behandelt ein aktuelles Thema der Woche, das die Bürger in Bayern bewegt. Diskutiert wird nicht mehr in einem Wirtshaus, sondern in einem mobilen Studio.

Verwandte Sendungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben Jetzt red i hatte der Bayerische Rundfunk im Laufe der Zeit in seinem Fernsehprogramm andere ähnlich konzipierte Bürgersendungen installiert. Zum einen die Europa-Ausgabe von Jetzt red i mit dem Titel Jetzt red i – Europa, die thematisch auf europaweite Probleme in der EU ausgerichtet war. Zum anderen das Bürgerforum live, die Sendung BR unterwegs und die Bayerntour.

Ein ähnliches Format hat die Sendung Jetzt mal Klartext! im hr-fernsehen.

Moderation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuelle Moderatoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sendung wird aktuell von Tilmann Schöberl und Franziska Eder moderiert, welche sich beide im Saal vor Ort befinden. Dabei ist Schöberl für die Gespräche mit den Ortsbürgern und Politikern zuständig, Eder verfolgt die Diskussion in den sozialen Netzwerken zum Thema.[2] Bis März 2016 übernahm Andreas Bönte die Gesprächsrunde mit den Politikern im Saal.

Ehemalige Moderatoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 2014 war die Sendung, wie oben beschrieben, in zwei Teile gespalten, nämlich in den aufgezeichneten „Wirtshausdiskurs“ im Saal vor Ort und die Studiorunde mit den eingeladenen Politikern. Beide Teile wurden von unterschiedlichen Moderatoren präsentiert.[1]

Moderatoren im Saal vor Ort:[1]

Moderatoren bei den Politikern im Studio:[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Die Macher: Schöberl, Gaiser, Gottlieb und Co. Bayerischer Rundfunk, 11. August 2012, abgerufen am 15. März 2015.
  2. a b Jetzt red i-Moderatoren. Bayerischer Rundfunk, 19. Dezember 2014, abgerufen am 15. März 2015.