Joachim Lorenz

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Joachim Lorenz (* 1956 in Dettingen) ist ein deutscher Mineraliensammler und Spezialist für den Spessart und seine Mineralien.

Lorenz ist gelernter Maschinenschlosser, Industriemeister und leitet das Sicherheitsmanagement in einer Maschinenbaufirma. Als Mineraloge ist er Autodidakt. Er lebt in Karlstein am Main.

Lorenz ist Erstbeschreiber des Minerals Sailaufit aus der Gruppe der Mitridatite,[1][2] ein schwarz glänzendes Mineral mit Typlokalität in den Manganerzgängen des Rhyolith der Hartkoppe bei Sailauf. 2014 gehörte er zu den Erstbeschreibern von Okruschit (benannt nach Martin Okrusch)[3] und 2012 von Vendidait.[4]

Er ist mit Martin Okrusch und Gerd Geyer Ko-Autor eines Geologischen Führers in den Spessart und Autor eines Buches über Mineralien und Gesteine des Spessart.

1996 erhielt er den Wilke-Preis der Vereinigung der Freunde der Mineralogie und Geologie e.V. (VFMG), Herausgeber der Zeitschrift Der Aufschluss.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Winfried Weinelt: Der Basalt von Winzenhohl im südlichen kristallinen Vorspessart. In: Aufschluss 32, Heidelberg 1981, S. 25–27
  • mit Winfried Weinelt: Ein neues Basaltvorkommen im südlichen kristallinen Vorspessart. In: Aufschluss 34, Heidelberg 1983, S. 405–406
  • mit Martin Okrusch, Gerd Geyer: Spessart : geologische Entwicklung und Struktur, Gesteine und Minerale, Borntraeger, Sammlung Geologischer Führer 106, 2011
  • mit Martin Okrusch, Gerd Geyer, Jürgen Jung, Gerrit Himmelsbach, Carlo Dietl: Spessartsteine, Karlstein: Helga Lorenz Verlag 2010, ISBN 9783000317880
  • Herausgeber mit Kay Müssig: Juchem, der berühmte Steinbruch bei Niederwörresbach in der Region Idar-Oberstein, Helga Lorenz Verlag, Karlstein 2015
  • Der Zechstein-Dolomit von Alzenau und seine Mineralien.- Nachr. naturwiss. Mus. Aschaffenburg 104, 1997, S. 3–34
  • Sailaufit - das 4. neue Mineral aus dem Spessart, Nachrichten des naturwissenschaftlichen Museums der Stadt Aschaffenburg, Band 108, 2006, S. 1–14
  • mit Gerd Geyer: Quo vadis Buntsandstein? Ungeahnte Fallstricke der Nomenklatur und Stratigraphie im Spessart, Jahresberichte der wetterauischen Gesellschaft für die gesamte Naturkunde zu Hanau, Band 163–164, 2014, Themenband Spessart, S. 33–73

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lorenz, Sailaufit aus dem Spessart, Lapis, 28, Heft 7/8, 2003, S. 77
  2. Sailaufit, Mineralienatlas
  3. Okruschit, Mineralienatlas
  4. Mineralienatlas, Vendidaite