Johann Heinrich Emanuel Mousson

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Johann Heinrich Emanuel Mousson (* 28. September 1803 in Lonay; † 25. Dezember 1869 in Zürich), Bürger von Morges, Bern und Zürich, war ein konservativer Schweizer Politiker, Bürgermeister des Kantons Zürich (1840 bis 1845) und Stadtpräsident von Zürich (1863 bis 1869).

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johann Heinrich Mousson war der ältere von zwei Söhnen des eidgenössischen Kanzlers Jean-Marc Mousson und wurde in dessen Heimat in Lonay bei Morges geboren. Da sein Vater jeweils beim Wechsel des Vororts seinen Wohnsitz verlegen musste, erhielt er seine Ausbildung in Zürich und an der Berner Akademie. Ab 1824 studierte er die Rechte an der Universität Göttingen im Königreich Hannover. Nach dem Abschluss seiner Studien und einem Aufenthalt in Paris begann er 1828 in der eidgenössischen Kanzlei zu arbeiten und wurde noch im gleichen Jahr zum Privatsekretär seines Vaters befördert. Nach dessen Rücktritt 1830 rückte er in das Amt des Staatsschreibers auf. Dieses Amt legte er jedoch am 5. August 1833 nieder, da er nicht mit dem Vorgehen der liberalen Mehrheit in den Wirren um die Kantonsteilungen in Basel und Schwyz einverstanden war.

Mousson liess sich danach in Zürich nieder, dessen erbliches Bürgerrecht seinem Vater verliehen worden war. Noch im gleichen Jahr wurde er in den Grossen Rat gewählt. 1834 übernahm er das kaufmännische Direktorium, das die Ausführung grösserer Bauvorhaben in Stadt und Kanton Zürich unter sich hatte. 1836 wurde er Mitglied des Grossen Stadtrates und des Bezirksgerichts Zürich. Nach dem Züriputsch wurde der konservativ gesinnte Mousson am 20. September 1839 in den Regierungsrat des Kantons Zürich gewählt und rückte 1840 in das Amt des Bürgermeisters in Zürich, dem Vorsitz in der Regierung des Kantons Zürich, nach und wurde Mitglied des Staatsrates. 1841 bis 1845 war er Präsident des Gesetzgebungsrates, 1844 Zürcher Gesandter an der Tagsatzung.

Als konservativer Politiker stand er in enger Verbindung zu dem konservativen Vordenker Johann Caspar Bluntschli. Als im Dezember 1844 Moussons Amtskollege, Hans Konrad von Muralt, zurücktrat, versuchten die Konservativen vergeblich, Bluntschli zu dessen Nachfolge zu verhelfen. An seiner Stelle wurde der liberale Ulrich Zehnder gewählt, was die Position der Konservativen im Kanton Zürich deutlich schwächte. Moussons Position wurde angesichts der liberalen Mehrheit im Grossen Rat und der steigenden Spannungen zwischen liberalen und konservativen Kantonen in der Eidgenossenschaft zunehmend unmöglich.

Als er vom Grossen Rat mit Instruktionen, in der Jesuitenfrage gegen den konservativen Kanton Luzern zu stimmen, für die ausserordentliche Tagsatzung im Frühjahr 1845 beauftragt wurde, konnte Mousson nur mit Mühe vom sofortigen Rücktritt abgehalten werden. Als Amtsbürgermeister in Zürich eröffnete er am 25. Februar 1845 die ausserordentliche Tagsatzung in Zürich und übernahm damit die mit der Übernahme des Vorortes durch Zürich verknüpfte Würde eines Präsidenten der eidgenössischen Tagsatzung.

Als die Wahlen in Zürich am 2. April 1845 eine liberale Mehrheit auch im Regierungsrat ergaben, trat Mousson am 3. April von seinem Amt als Bürgermeister in Zürich zurück, blieb aber bis 1868 Mitglied im Grossen Rat.

Mousson wandte sich nun der Politik in der Stadt Zürich zu und wurde am 17. Mai 1847 Mitglied des engeren Stadtrates und 1848 Vizepräsident des Stadtrates. Am 1. Juni 1863 übernahm er das Amt des Stadtpräsidenten. Ab 1867 litt er unter schwerer Krankheit und verlor erst seine Stimme, im Frühjahr 1869 auch sein Augenlicht. Da er nicht genas legte er am 3. Juli 1869 alle seine Ämter nieder.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Biographie auf der Website des Regierungsrates des Kantons Zürich (PDF-Datei; 11,3 kB)
Vorgänger Amt Nachfolger
Johann Jakob Hess Bürgermeister von Zürich
1840–1845
Jonas Furrer
Johann Ludwig Hess Stadtpräsident von Zürich
1863–1869
Melchior Römer