Johann IX. von Haugwitz

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Johann IX. von Haugwitz (* 29. August 1524 in Thalheim/Erzgeb.; † 26. März 1595 in Mügeln) war von 1555 bis 1559 bzw. 1581 Bischof von Meißen.

Johann IX. stammte aus der Familie von Haugwitz, die mehrere hohe geistliche Ämter einnahm. Er war der letzte Bischof des als Folge der Reformation protestantisch gewordenen Bistums Meißen. Er ernannte 1559 Johann Leisentrit zum Administrator der verbliebenen katholischen Gebiete. Johann unterzeichnete die Konkordienformel von 1577 und das Konkordienbuch von 1580[1]. 1581 verzichtete der Bischof auf sein Amt und trat selbst zum protestantischen Glauben über. Er heiratete 1582 seine erheblich jüngere Nichte Agnes. Sie heiratete nach dem Tode Johanns IX. den kursächsischen Rat und Amtmann von Stolpen Hans Georg von Wehse, aus deren Ehe vier Töchter hervorgingen. Agnes war die Erbin des bischöflichen Vermögens. Das Grabmal von Johann IX. befindet sich in der Stadtkirche von Neu-Mügeln.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. BSLK, S. 15 und S. 762.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Nicolaus II. von Carlowitz Bischof von Meißen
1555–1559/1581
Ende der Bischofsreihe,
Administrator Johann Leisentrit