Johannes Orth

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Mediziner Johannes Orth. Zum Verwaltungsjuristen siehe Johannes Orth (Jurist).
Johannes Orth

Johannes Orth (* 14. Januar 1847 in Wallmerod; † 13. Januar 1923 in Berlin) war ein deutscher Arzt, Anatom und Pathologe.

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Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johannes Orth wurde am 14. Januar 1847 in einer kleinen Gemeinde im Westerwald geboren. Nach dem Abschluss des Studiums der Medizin an der Universität in Bonn verfolgte er unmittelbar eine Karriere als Pathologe. Nach Erlangung des Doktorgrades 1872 wurde er im Jahr darauf Assistent des berühmten Rudolf Virchow in Berlin. 1878 wurde als Professor an die Universität Göttingen berufen. Dort blieb er, bis er 1902 wieder zurück nach Berlin gerufen wurde, um Virchows Nachfolge anzutreten. Im Jahr 1884 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt.

Johannes Orth war verheiratet mit Charlotte Orth geb. von Ibell (* 1854; † 1911). Das Ehepaar Orth hatte keine leiblichen Kinder, adoptierte jedoch Emma Minna Grantke (* 1888; † 1971) und Ralf (nähere Angaben unbekannt). Emma Minna Orth heiratete 1909 Heinrich Löhe.

Johannes Orth starb 1923 einen Tag vor seinem 76. Geburtstag an einer Entzündung der Gallenwege (Cholangitis), nachdem er schon mehrfach Gelbsuchtanfälle aufgrund von Gallensteinen erlitten hatte. Auf dem Friedhof Grunewald findet sich noch heute sein Ehrengrab.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon während seiner Assistentenzeit bei Virchow veröffentlichte Orth die Beschreibung einer ausgeprägten Gelbfärbung des Gehirns mit Betonung der Basalganglien bei einem Neugeborenen, das mit den Symptomen einer Neugeborenengelbsucht ohne weitere erkennbare Ursachen verstorben war. Dies gilt als die erste Beschreibung eines Kernikterus, wenn auch der Begriff erst später durch Georg Schmorl geprägt wurde. Sein Hauptaugenmerk legt Orth später auf die Pathologie infektiöser Erkrankungen, unter anderen auch der Tuberkulose. Er veröffentlichte verschiedene weitverbreitete Lehrbücher und hatte den Ruf eines exzellenten Lehrers.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]