John Gagnon

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John Gagnon (* 22. November 1931 in Fall River, Massachusetts) ist ein US-amerikanischer Soziologe und Sexologe. Er ist Professor an der State University of New York at Stony Brook. Innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Sozialwissenschaftlichen Sexualforschung ist er Mitglied des Internationalen Kuratoriums.

Wissenschaftliche Positionen[Bearbeiten]

Gagnon entwickelte zusammen mit William S. Simon das Konzept der Sexuellen Skripte. Diese Theorie sagt aus, dass das sexuelle Verhalten und Erleben vom eigenen, subjektiven Verständnis der eigenen Sexualität beeinflusst wird. Insbesondere in Kindheit und Jugend, aber auch danach, werden Stimulus-Response-Muster und Bedeutungsinhalte und -zusammenhänge in Bezug zur Sexualität von Sozialisationsinstanzen in einem Lernprozess angeeignet und kommen darauf hin zur Anwendung. Es wird erlernt, was überhaupt als sexuell definiert wird und welches Verhalten in solchen Situationen folgen soll. Die Theorie basiert auf dem Symbolischen Interaktionismus. Da das Sexualverhalten damit vordergründig sozialwissenschaftlich erklärt wurde, als ein Prozess des komplexen Lernes, lehnen die Autoren die Idee eines Sexualtriebs ab.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Zusammen mit William S. Simon: Sexual Conduct: The Social Sources of Human Sexuality, 1973
  • Gender Preference in Erotic Relations: The Kinsey Scale and Sexual Scripts, 1990

Literatur[Bearbeiten]

  • An unlikely story, in: Bennett M. Berger (Hrsg.): Authors of their own lives : intellectual autobiographies by twenty American sociologists, Berkeley : Univ. of California Pr., 1990, S. 213–234

Weblinks[Bearbeiten]