Julian Khol

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Julian Khol (2020)

Julian Khol (* 1979 in Wien) ist ein österreichischer bildender Künstler. Er lebt und arbeitet in Wien und Köln.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Julian Khol, der Sohn des ehemaligen Nationalratspräsidenten Andreas Khol, wurde zunächst um das Jahr 2000 als Model für Top-Modedesigner in der Öffentlichkeit bekannt. 2004 begann er seine künstlerische Ausbildung in der Klasse von Christian Ludwig Attersee an der Universität für Angewandte Kunst. 2009 wechselte er in die Klasse von Herbert Brandl an der Kunstakademie Düsseldorf. 2011 beendete er sein Studium mit dem Diplom als Meisterschüler Brandls.

Seit Juni 2012 ist er mit der Fernsehmoderatorin Nazan Eckes verheiratet. Das Paar hat zwei Söhne. Der erste Sohn wurde am 3. Oktober 2014 und der zweite im Jahr 2016 geboren.[1]

Durch seine großformatigen Arbeiten erregte Julian Khol Aufsehen. Sein expressiver Strich und sein direkter reduzierter Farbauftrag gaben Anlass zu Verweisen der New Yorker Malerei der 1950er-Jahre sowie den expressiven Formen und Farben der Künstlergruppe Die Brücke der 1920er-Jahre in Berlin. Durch sein wiederholtes Experimentieren und radikale Sprünge innerhalb seiner Arbeit widersetzt sich sein Werk einer genauen Kategorisierung. Seine meist seriellen Arbeiten drehen sich format- und materialunabhängig um Körperstudien, Tiere, Masken und die Gesichtsbemalung der Ureinwohner Papua-Neuguineas sowie des traditionellen japanischen Theaters (Kyōgen, Kabuki und Bunraku). Immer wieder kehrt er auch zu den Landschaften seiner Heimat Österreich zurück.[2]

Zu Khols Werk gehören ferner dreidimensionale vergoldete Skulpturen, die einem Gussbetonsockel entspringen. Seine Gemälde werden oftmals in eine Verbindung mit den Plastiken gestellt, wodurch der Fokus von der Leinwand losgelöst und in eine Symbiose mit den Skulpturen gebracht wird, so dass die Bilder der eigenen Zweidimensionalität entfliehen. Seine Malerei zeugt von einem expressiver, figurativer Stil und bewegt sich zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion.[3]

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2020 Gruppenausstellung ''the garden'', Galerie Kandlhofer Skulptur Garten, Klosterneuburg Austria
  • 2020 Ausstellung ''Geträumte Zukunft'', Galerie Haas & Gschwandtner Salzburg Austria
  • 2019/20 Installation for art Basel Miami, “the closer we get”, The rooftop of the AC Hotel by Marriott Southbeach Miami Florida USA
  • 2019 Ausstellung “memories of a broken heart”, Galerie Kandlhofer, Vienna, Austria
  • 2017 Ausstellung Herbert Brandl und Julian Khol, Noah im Museum Glaspalast, Augsburg, Germany
  • 2016 Ausstellung “the plight of light, Wodka, Teer und Federn” with Herbert Brandl, Karl Osthaus Museum Hagen Germany (Katalog)
  • 2015 Ausstellung “ArtAustria 2015”, HoGallery, Leopold Museum, MQ Wien, booth no 10
  • 2014 Ausstellung „wer steht, wenn alle sitzen“ Galerie-Breckner, Düsseldorf[4]
  • 2013 Ausstellung „brot und butter“ Galerie Mauroner, Salzburg[5]
  • 2012 Einzelausstellung „afalfa“ Österreichisches Kulturforum, Bratislava
  • 2011 Groupexhibition „3-day stand“ 3 days, 2 cities, many ways (at) brooklyn fire proof – Bushwick, USA
  • 2011 Einzelausstellung Österreichisches Kulturforum Istanbul
  • 2010 Gruppenausstellung „ferndiagnose“ F. Schramma Halle, Köln

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kurzbiographie (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.whoiswho.co.at
  2. Aachener Zeitung 1. April 2014
  3. Lena Czermak: Julian Khol, Memories of a broken heart. Abgerufen am 17. Februar 2021.
  4. Galerie-Breckner, Ausstellung 2014
  5. Galerie MAM, Ausstellung 2013