Junges Duisburg

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Junges Duisburg (JUDU)
Logo Junges Duisburg.jpg
Partei­vorsitzender Stephan Wedding (geb. Krebs)
Stell­vertretende Vorsitzende Oliver Beltermann,

Felix Feykes

Gründung 19. Mai 2009
Gründungs­ort Duisburg
Farbe(n) blau
Mitglieder­zahl 80
Mindest­alter 14 Jahre
Durch­schnitts­alter 39 Jahre
Website http://www.junges-duisburg.de

Junges Duisburg (kurz JUDU) ist eine kommunale Wählergemeinschaft (das Kommunalwahlgesetz spricht von Wählergruppe, im § 15 Abs. 1 KWahlG als "Gruppe von mitgliedschaftlich organisierten Wahlberechtigten" definiert) in Duisburg (Deutschland). Sie wurde am 19. Mai 2009 gegründet.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits drei Monate nach seiner Gründung trat Junges Duisburg bei den Kommunalwahlen am 30. August 2009 an. Obwohl die Wählergruppe aufgrund der Kürze der Zeit nur in 22 der damals 37 Wahlbezirke einen eigenen Kandidaten aufstellen konnte, erreichte sie aus dem Stand heraus mit 1858 Stimmen (1,12 %) ein so gutes Ergebnis, dass Stephan Wedding (damals: Krebs) in den Rat der Stadt einziehen konnte.[1]

Auch bei den Wahlen zur Bezirksvertretung war Junges Duisburg in zwei der sieben Stadtbezirke angetreten, erreichte dort aber nicht die nötigen Stimmen für ein Mandat (Duisburg- Mitte 590 Stimmen/ 1,61 %[2]; Duisburg- Süd 783 Stimmen/ 2,37 %[3]).

JUDU bildete mit DAL (Ratsherr Rainer Grün) und SGU (Ratsherr Karlheinz Hagenbuck) die Ratsfraktion Duisburger Wählergemeinschaften (kurz DWG).[4]

Junges Duisburg stellte insgesamt fünf Mitglieder, vier stellvertretende Mitglieder, drei sachkundige Einwohner und zwei stellvertretende sachkundige Einwohner in neun Ratsgremien (Haupt- und Finanzausschuss/ Rechnungsprüfungsausschuss/ Ausschuss für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Verkehr/ Kulturausschuss/ Schulausschuss/ Umweltausschuss/ Jugendhilfeausschuss/ Betriebsausschuss Immobilien- Management Duisburg/ Betriebsausschuss Duisburg Sport).[5]

Kommunalwahl 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Kommunalwahlen am 25. Mai 2014 trat Junges Duisburg in allen inzwischen nur noch 36 Duisburger Wahlbezirken an und war mit 3030 Stimmen (2,08 %) die einzige der bislang im Rat vertretenen Parteien bzw. Wählergruppen, welche die Zahl ihrer absoluten Stimmen steigern konnte. Mit Stephan Wedding (damals: Krebs) und Oliver Beltermann sind fortan zwei JUDU-Ratsherren im Rat der Stadt vertreten.[6]

Junges Duisburg war auch bei den Wahlen zu den Bezirksvertretungen in allen sieben Stadtbezirken angetreten, erreichte dabei aber nur in Duisburg- Süd - dort jedoch deutlich - mit 1256 Stimmen (4,31 %) genügend Stimmen für ein Mandat, das von Frederik Engeln wahrgenommen wird.[7] Den Einzug in die anderen Bezirksvertretungen (Duisburg- Hamborn 188 Stimmen/ 1,28 %[8]; Duisburg-Homberg/ Ruhrort/ Baerl 218 Stimmen/ 1,68 %[9]; Duisburg- Meiderich/ Beeck 249 Stimmen/ 1,60 %[10]; Duisburg- Rheinhausen 307 Stimmen/ 1,22 %[11]; Duisburg- Walsum 315 Stimmen/ 2,23 %[12]) verfehlte Junges Duisburg, in Duisburg- Mitte (934 Stimmen/ 2,76 %) jedoch denkbar knapp um nur acht Stimmen.[13]

Zusammen mit dem Wählerbündnis DAL (Ratsherr Rainer Grün) bildet Junges Duisburg die gemeinsame Ratsfraktion Junges Duisburg/ DAL. Die Geschäftsstelle befindet sich in Rathausnähe auf der Straße Kuhlenwall im Haus Nummer 12. Hauptberuflicher Fraktionsgeschäftsführer ist Dirk Sodenkamp.[14]

Junges Duisburg ist mit neun Mitgliedern, 13 stellvertretenden Mitgliedern, einem sachkundigen Einwohner und einem stellvertretenden sachkundigen Einwohner in zwölf Ratsgremien vertreten (Haupt- und Finanzausschuss/ Rechnungsprüfungsausschuss/ Jugendhilfeausschuss/ Kulturausschuss/ Ausschuss für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Verkehr/ Personal- und Verwaltungsausschuss/ Umweltausschuss/ Betriebsausschuss Duisburg Sport/ Betriebsausschuss für das Immobilien- Management Duisburg/ Wahlprüfungsausschuss/ Seniorenbeirat/ Integrationsrat).[15]

Oberbürgermeisterwahl 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Oberbürgermeisterwahl am 24. September 2017 stellte Junges Duisburg gemeinsam mit der CDU, Bündnis 90/Die Grünen und der Wählergemeinschaft Bürgerlich-Liberale den parteilosen Gerhard Meyer als Oberbürgermeisterkandidat auf[16], der sich aber mit nur 25,73 % nicht gegen SPD-Amtsinhaber Sören Link durchsetzen konnte, der im ersten Wahlgang schon 56,88 % der Stimmen erhielt.[17]

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberstes Organ ist der Parteitag, der als Versammlung aller Mitglieder durchgeführt wird. Zu seinen Aufgaben gehört unter anderem die Wahl des Kreisvorstandes, der aus dem Vorsitzenden, zwei Stellvertretern, einem Schatzmeister, einem Schriftführer und vier Beisitzer besteht und jeweils für die Dauer von zwei Jahren gewählt wird.[18]

Für Mitglieder ab dem 40. Lebensjahr besteht innerhalb des Wählerbündnisses die Arbeitsgemeinschaft Junges Duisburg 40plus (kurz: AG JUDU 40plus).[19]

Die Möglichkeit, Ortsverbände analog zu den sieben Stadtbezirken zu gründen, sieht die Satzung zwar vor, diese sind aber bislang noch nicht errichtet. Allerdings gibt es Arbeitskreise für den Norden (Stadtbezirke Walsum, Hamborn, Meiderich/ Beeck), die Mitte, den Süden und den Westen (Stadtbezirke Homberg/ Ruhrort/ Baerl und Rheinhausen).

Freundschaftliche Kontakte bestehen zum Wählerbündnis Junges Soest, das bei 4,52 % der erreichten Stimmen bei der letzten Kommunalwahl mit zwei Sitzen im Rat der Stadt Soest als eigene Fraktion vertreten ist.

Programm (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige zentrale kommunalpolitische Forderungen von JUDU sind:[20]

  • Senkung der Gewerbesteuer auf ein verträgliches Maß, um Investoren zu generieren und neue Arbeitsplätze in der Stadt zu schaffen
  • Verkleinerung von Rat und Bezirksvertretungen, um auch bei der Politik zu sparen
  • Vergabe städtischer Führungspositionen nicht nach Parteimitgliedschaft, sondern nach Kompetenz
  • Bessere Anbindung des Innenhafens an den ÖPNV sowie Ausbau der Nachtbuslinien
  • Stärkung der Jugendkultur durch Förderung von Streetart und Jugendtheater
  • Interkommunale Zusammenarbeit
  • Entwicklung Duisburgs zur echten Universitätsstadt
  • Ausbau der Infrastruktur und Beseitigung der Asphaltschäden
  • Kostenlose KITA-Plätze und kostenloses Mittagsessen an Ganztagsschulen
  • Hochgeschwindigkeitsinternet in ganz Duisburg
  • Sicherheit und Ordnung verbessern durch eine vollwertige Polizeiwache in jedem Stadtbezirk und Ordnungspartnerschaften von Polizei und Ordnungsamt
  • Einführung eines Kultur- und Familienpasses
  • Förderung der Integration, indem Zuwanderer die deutsche Sprache erlernen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. amtliches Wahlergebnis der Ratswahl vom 30. August 2009
  2. amtliches Wahlergebnis der Bezirksvertretungswahl in Duisburg-Mitte vom 30. August 2009
  3. amtliches Wahlergebnis der Bezirksvertretungswahl in Duisburg-Süd vom 30. August 2009
  4. Drei Wählergemeinschaften schließen sich zu Fraktion zusammen in WAZ vom 12. Oktober 2009
  5. Ratsinformationssystem (Memento des Originals vom 26. Mai 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.duisburg.de
  6. amtliches Wahlergebnis der Ratswahl vom 25. Mai 2014
  7. amtliches Wahlergebnis der Bezirksvertretungswahl in Duisburg-Süd vom 25. Mai 2014
  8. amtliches Wahlergebnis der Bezirksvertretungswahl in Duisburg-Hamborn vom 25. Mai 2014
  9. amtliches Wahlergebnis der Bezirksvertretungswahl in Duisburg-Homberg/Ruhrort/Baerl vom 25. Mai 2014
  10. amtliches Wahlergebnis der Bezirksvertretungswahl in Duisburg-Meicherich/Beeck vom 25. Mai 2014
  11. amtliches Wahlergebnis der Bezirksvertretungswahl in Duisburg-Rheinhausen vom 25. Mai 2014
  12. amtliches Wahlergebnis der Bezirksvertretungswahl in Duisburg-Walsum vom 25. Mai 2014
  13. amtliches Wahlergebnis der Bezirksvertretungswahl in Duisburg-Mitte vom 25. Mai 2014
  14. Pressemitteilung Neue Fraktion Junges Duisburg/DaL nimmt Arbeit auf vom 25. Juni 2014
  15. Ratsinformationssystem (Memento des Originals vom 26. Mai 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.duisburg.de
  16. Bald ist Super-Wahltag! Diese Männer wollen Oberbürgermeister von Duisburg werden in derwesten.de vom 8. August 2017
  17. amtliches Wahlergebnis der Oberbürgermeisterwahl vom 24. September 2017
  18. JuDu Satzung
  19. Internetpräsenz JuDu+
  20. Wahlprogramm 2014 JUDU