Kaliumsulfit

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Strukturformel
2 Kaliumion Sulfition
Allgemeines
Name Kaliumsulfit
Andere Namen

E 225

Summenformel K2SO3
CAS-Nummer
  • 10117-38-1
  • 7790-56-9 (Dihydrat)
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 158,26 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

~2,5 g·cm−3 [2]

Schmelzpunkt

Zersetzung[3]

Löslichkeit

löslich in Wasser [2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [4]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [5][3]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/37/38
S: 26​‐​36
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Kaliumsulfit ist eine chemische Verbindung, die als Reduktionsmittel in der chemischen Industrie, vor allem in der Photoindustrie eingesetzt wird.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kaliumsulfit entsteht bei der Verbrennung von Schwarzpulver.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sulfite allgemein entstehen bei der Reaktion von Schwefeldioxid mit Wasser in folgenden zwei Schritten:

Um Kaliumsulfit auf diesem Wege zu erzeugen wird eine Kaliumkarbonat-Lösung mit Schwefeldioxid versetzt und später weiteres Kaliumcarbonat zugegeben.

Bei Umsetzung von Schwefliger Säure mit Kaliumhydroxid:[6]

Chemische Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kaliumsulfit ist ein Kaliumsalz der Schwefligen Säure. Es zersetzt sich an Luft zu Kaliumsulfat.[7]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kaliumsulfit wird als Bestandteil von Photochemikalien (Entwicklerlösungen) verwendet.[8][9] Es wird auch als Lebensmittelzusatzstoff (z.B. in Wein) und als Bräunungsbeschleuniger eingesetzt.[10][7][11]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Datenblatt Potassium sulfite bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 7. April 2011 (PDF).
  2. a b Mallinckrodt, SDB (US)
  3. a b Eintrag zu Kaliumsulfit in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 11. Februar 2008 (JavaScript erforderlich)
  4. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  5. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung gültig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist daher nur noch auf Gebinden zulässig, welche vor diesen Daten in Verkehr gebracht wurden.
  6. Peter Kurzweil, Paul Scheipers: Chemie. Springer-Verlag, 2012, ISBN 978-3-8348-8280-6, S. 148 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  7. a b Dale L. Perry: Handbook of Inorganic Compounds, Second Edition. CRC Press, 2011, ISBN 978-1-4398-1462-8, S. 333 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  8. D. N. Rogers: The Chemistry of Photography From Classical to Digital Technologies. Royal Society of Chemistry, 2007, ISBN 978-0-85404-273-9, S. 54 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  9. Hans I. Bjelkhagen: Silver-halide recording materials for holography and their processing MATERIALS... Springer Science & Business Media, 1995, ISBN 978-3-540-58619-7, S. 124 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  10. Gerhard Eisenbrand, Peter Schreier, Alfred Hagen Meyer: RÖMPP Lexikon Lebensmittelchemie, 2. Auflage, 2006. Georg Thieme Verlag, 2014, ISBN 3-13-179282-5, S. 1326 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  11. Dr. Werner Baltes: Lebensmittelchemie. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-662-08281-2, S. 192 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).