Karamea

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Karamea
Karamea (Neuseeland)
Karamea
Koordinaten 41° 15′ S, 172° 7′ OKoordinaten: 41° 15′ S, 172° 7′ O
Region West Coast
Distrikt Buller District
Einwohner 375 (2013 [1])

Karamea ist ein kleiner Ort im Buller District in der Region West Coast auf der Südinsel Neuseelands.

Namensherkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Karamea entstammt der Sprache der Māori und soll entweder „roter Ocker“ bedeuten oder eine Verballhornung von Kakarataramea, „Geruch von Speergrasblättern“, sein.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort ist nördlichste Siedlung in der Region West Coast und liegt 96 Straßenkilometer nordöstlich von Westport. Von dort führt auch die einzige Verbindung über eine Verlängerung des State Highway 67 zu der Stadt. Die Straße zieht sich noch einige Kilometer über Caldervale nach Norden, um am Kohaihai River unweit des Westendes des Heaphy Track zu enden.

Der Karamea River passiert die Stadt im Süden und mündet in die Karamea Bight, eine von Cape Foulwind etwa 100 km nach Norden reichende Bucht der Tasmansee.[2][3] Der Fluss bildet an seiner Mündung eine große Lagune, die bei Ebbe trockenfällt.

Der Oparara River mündet nördlich des Ortes. Die Oparara Basin Arches, große natürlich entstandene Flusstunnel, sind eine touristische Sehenswürdigkeiten. Der Tourismus in der Region ist allerdings im Verhältnis zu anderen neuseeländischen Regionen weniger entwickelt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Maori scheinen das Gebiet nur zeitweilig aufgesucht zu haben. Die ersten Europäer und Chinesen waren in den 1860er Jahren Goldgräber. Die erste Besiedlung erfolgte 1874; damals war der zu dieser Zeit noch gute Hafen noch die einzige Verbindung mit der Außenwelt. Diese erste Siedlung befand sich auf der South Terrace, aber schlechte Böden zwangen die Einwohner, hinunter in das Flusstal zu ziehen. Die Landwirtschaft wurde bald ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, hinzu kamen Holzeinschlag, Flachsbearbeitung und Goldsuche. Das Murchison-Erdbeben von 1929 führte zur Verlandung des Hafens und schnitt auch die Straßenverbindung des Ortes zwei Jahre lang ab.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute ist die Milchviehhaltung ein wichtiger Wirtschaftszweig, hinzu kommen Gewinnung von Sphagnum, Fischerei, Möbelherstellung, Anbau von Tomaten und Tamarillos und eine Baumschule. Im Dienstleistungssektor ist nur ein Viertel der Arbeitskräfte beschäftigt.

Karamea dient mit einem Gemischtwarenladen, Supermarkt, Tankstelle, Informationszentrum, Cafe, Hotel, Campingplatz, Motels und einem Laden für Kunsthandwerk als lokales Dienstleistungszentrum.

Bildungswesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Karamea Area School ist eine koedukative composite school für die 1. bis 15. Klasse mit einem Decile rating von 5 und im Jahre 2010 89 Schülern.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 2013 Census QuickStats about a place: Karamea. Statistics New Zealand, abgerufen am 16. Juli 2016 (englisch).
  2. Peter Dowling (Hrsg.): Reed New Zealand Atlas. Reed Books, 2004, ISBN 0-7900-0952-8, S. map 62.
  3. Roger Smith, GeographX: The Geographic Atlas of New Zealand. Robbie Burton, 2005, ISBN 1-877333-20-4, S. map 128.
  4. Te Kete Ipurangi – Karamea Area School. Ministry of Education. Abgerufen am 7. Januar 2011.