Karl Albert (Philosoph)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Karl Albert (* 2. Oktober 1921 in Neheim; † 9. Oktober 2008[1]) war ein deutscher Philosoph und Hochschulprofessor der Philosophie.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Albert war ein Sohn des Kaufmanns Josef Albert und seiner Ehefrau Maria. Als Soldat seit 1941 begann er sich mit Meister Eckhardt und der Mystik zu befassen. Er studierte Philosophie und Klassische Philologie an den Universitäten Köln, vor allem bei Heinz Heimsoeth, und Bonn. 1950 wurde er in Bonn bei Erich Rothacker promoviert. Nach wissenschaftlicher Assistenz bei Josef Koch am Thomas-Institut von 1952 bis 1955 unterrichtete er zunächst im Schuldienst und wurde 1968 zum Leiter des Kölner Studienseminars. 1972 wurde er Lehrbeauftragter an der Ruhr-Universität Bochum.

Karl Albert war von 1973 bis 1980 ordentlicher Professor für Philosophie an der Pädagogischen Hochschule Rheinland, Abteilung Neuss. Nach Überführung seines Lehrstuhls war er von 1980 bis zu seiner Emeritierung 1987 an der Bergischen Universität Wuppertal.

Im Mittelpunkt steht bei ihm die ontologische Erfahrung, auch „Erfahrung des Seins“, die er von Louis Lavelle und Heidegger aufgriff. Weiter verfolgte er andere Arten der philosophischen Mystik, auch unter Einbeziehung fernöstlicher Denker, z. B. Lao-Tse.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Philosophie der Kunst. 1988, ISBN 3-88345-451-6.
  2. Philosophie der Philosophie. 1989, ISBN 3-88345-450-8.
  1. Platon und die Philosophie des Altertums. 1998, ISBN 3-89754-133-5.
  2. Meister Eckhart und die Philosophie des Mittelalters. 1999, ISBN 3-89754-145-9.
  3. Descartes und die Philosophie der Moderne. 2000, ISBN 3-89754-173-4.
  • mit Elenor Jain: Philosophie als Form des Lebens. Zur ontologischen Erneuerung der Lebensphilosophie. Alber, Freiburg i. Br. 2000, ISBN 3-495-47775-6.
  • Philosophie als Religion. Gardez!, Sankt Augustin 2002, ISBN 3-89796-093-1.
  • mit Elenor Jain: Die Utopie der Moral. Versuch einer kulturübergreifenden ontologischen Ethik. Alber, Freiburg i. Br. 2003, ISBN 3-495-48089-7.
  • mit Elenor Jain: Zeitfragen. Fünf philosophisch-politische Betrachtungen. Monsenstein und Vannerdat, Münster 2005, ISBN 3-86582-188-X.
  • Theogonie Hesiods. 7. überarb. Auflage. Richarz, St. Augustin 2005, ISBN 3-89665-354-7 (Texte zur Philosophie).
  • mit Elenor Jain: Leitkultur, Demokratie und Patriotismus. Fünf aktuelle philosophisch-politische Essays zur interkulturellen Problematik. Projektverlag, Bochum 2006, ISBN 3-89733-152-7.
  • Platonismus. Weg und Wesen abendländischen Philosophierens. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2008, ISBN 978-3-534-21955-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. FAZ, 11. Oktober 2008, Ausgabe 238, Seite 37