Kastler Reform

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Kastler Reform war eine im 14. Jahrhundert von Kloster Kastl in der Oberpfalz ausgehende monastische Reformbewegung, die im 15. Jahrhundert einen Großteil der Benediktinerklöster in Süddeutschland erfasste.

Ursprung, Geschichte und Ziele der Reform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kastler Mönche, die in Prag studierten, lernten dort die monastische Erneuerung in den Benediktinerklöstern Břevnov und Kladrau sowie die Reformen im Augustinerchorherrenstift in Raudnitz kennen. Die Reformmaßnahmen orientierten sich an der Bulle Summi magistri (1336) von Papst Benedikt XII. mit ihren Vorschriften zur Erneuerung des Klosterlebens. Die herausragende Gestalt der Reformbemühungen in Kastl war der Suprior Franz von Böhmen, der aus Kladrau nach Kastl gekommen war. Der Geist der Reform prägt auch die mystischen Schriften des Priors Johannes von Kastl.

Unter Abt Otto II. Nortweiner (1378–1399) wurden im Kloster Kastl die grundlegenden Dokumente für die Umsetzung der Reform zusammengestellt:

Von der Kastler Reform beeinflusste Abteien (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bibliographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Consuetudines Castellenses, ed. P. Maier (CCMon 14/1–2), Siegburg 1995–1996.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stephan Haering, Art. "Kastler Reform", in: Lexikon für Theologie und Kirche, 3. Auflage, Bd. 5 (1996), Sp. 1287f.
  • Josef Hemmerle: Die Benediktinerklöster in Bayern (Germania Benedictina 2). Augsburg 1970, 126.
  • Peter Maier, Ursprung und Ausbreitung der Kastler Reformbewegung, in: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige 102 (1991) 75–204.
  • Peter Maier, Kastl – seine Consuetudines und der heile Mensch, in: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige 105 (1994) 97–106.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]