Kata Legrady

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Kata Legrady (* 1974 in Barcs) ist eine ungarische Künstlerin.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Legrady studierte Musik und Gesang an der Akademie in Pécs. Sie entschied sich dann aber für eine Laufbahn als bildende Künstlerin. Sie lebt und arbeitet in Hannover und Budapest. Das Eigentum an dem Gebäude Warmbüchenstraße 16, 30159 Hannover, dem früheren Standort der Stiftung Ahlers Pro Arte/Kestner Pro Arte, ist an Kata Legrady übergegangen. Sie ist die Witwe des 30 Jahre älteren Unternehmers und Kunstsammlers Jan A. Ahlers.[1]

In ihren Skulpturen, Fotografien, Zeichnungen und Video-Installationen setzt sich die Künstlerin mit dem Spannungsverhältnis von Gewalt, Macht und Konsum auseinander. In ihren Objekten kombiniert und dekoriert sie spielerisch Handfeuerwaffen, Handgranaten oder Fliegerbomben mit bunten Smarties, Elementen von Disney-Figuren, Pelz und Federn, oder auch mit Geldscheinen oder sie lackiert sie mit schrillen Bonbonfarben. Es entsteht eine bestürzende Spannung zwischen Kindheit und Zerstörung, zwischen Gewalt, Leiden und der Erinnerung an kindliche Spiele. [2]. "Ihre Fetischobjekte sind eine Weiterentwicklung der surrealistischen Objektkunst im Zeitalter der Hochglanzästhetik."[3] Mit ihnen will Kata Legrady in öffentliche Diskurse zu globalen Konflikten und Krisen eingreifen. Entsprechend dieser Maxime wurden die verfremdeten Kriegsgeräte Legradys 2014 in einer Sonderausstellung anlässlich des Beginns des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren den mahnenden Kriegsreflexionen der Künstlerkollegin Käthe Kollwitz im Käthe-Kollwitz-Museum Berlin gegenübergestellt. Legradys Objekte sollten die pazifistischen Forderungen der Käthe Kollwitz aktualisieren. Die Zeitung Die Welt lobte dieses museale Wagnis als "eine der interessantesten und sehenswertesten Ausstellungen"[4] dieses Gedenkjahres und als "kuratorische Glanzleistung"[5] der Kuratoren Gudrun Frisch und Pay Matthis Karstens.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Quelle: Hannoversche Allgemeine Zeitung Nr. 85 Seite 5 vom Dienstag, 12. April 2016.
  2. SWR2 Kulturthema vom 7. Januar 2014
  3. Verlagstext zur Buchveröffentlichung "Kata Legrady: Smart Pistols"
  4. https://www.welt.de/print/welt_kompakt/berlin/article129601450/Kuschlige-Handgranaten.html
  5. https://www.welt.de/print/welt_kompakt/berlin/article129601450/Kuschlige-Handgranaten.html
  6. Mitteilung zur Ausstellung, abgerufen am 15. Juli 2014.