Katalepsie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschreibt die Katalepsie als neurologische Störung des Verharrens in einer Körperhaltung. Für Katalepsie als Verhaltensweise von Tieren, siehe Schreckstarre.

Katalepsie (griechisch κατάληψις, katálēpsis ‚das Besetzen‘, ‚Festhalten‘; deutsch auch Starrsucht, auch stupor vigilans) ist eine neurologische Störung. Sie äußert sich darin, dass aktiv oder passiv eingenommene Körperhaltungen übermäßig lange beibehalten werden. Wird zum Beispiel ein Bein passiv von der Unterlage abgehoben, bleibt dieses nach dem Loslassen in der Luft. Die Störung tritt vor allem bei schizophrenen Erkrankungen auf, aber zum Teil auch bei organischen Hirnerkrankungen. Die Katalepsie ist von der Kataplexie zu unterscheiden.

Die Katalepsie ist oft vergesellschaftet mit einer starken psychomotorischen Verlangsamung und einer ausgeprägten Störung des Antriebs, ein Zustand, der als Stupor bezeichnet wird. Von einer Katalepsie Betroffene weisen nicht selten eine wächserne Erhöhung des Muskeltonus bei passiven Bewegungen auf, die sogenannte Flexibilitas cerea, das heißt, die Gelenke lassen sich mit geringer Mühe passiv beugen und behalten die gegebene Stellung bei.[1]

Neben der krankhaften Form kann die Katalepsie auch bei einer hypnotischen Trance als eines der sogenannten hypnotischen Phänomene auftreten oder gezielt der in Trance befindlichen Person vom Hypnotiseur suggeriert werden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Sinngemäß aus: Dieter Ebert: Psychiatrie systematisch. 6. Auflage. UNI-MED-Verlag, 2005.
  1. Katalepsie. In: Otto Dornblüth: Klinisches Wörterbuch. 13./14. Auflage. 1927.