Kaukonen (Volk)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Kaukonen waren nach Strabon und Herodot ein Volk auf der Peloponnes.

Ethnologische Zugehörigkeit[Bearbeiten]

Otto Abel hielt die Kaukonen für identisch mit den Kikonen[1], Deimling jedoch ordnet sie den Lelegern zu, die in Triphylien lebten und mit denen die Kaukonen häufig in einem Zuge genannt wurden.[2] Später seien sie in den Pelasgern aufgegangen.[3]

Siedlungsgebiet[Bearbeiten]

Nach Deimling siedelten die Kaukonen hauptsächlich in Triphylien, zeitweise aber auch in Messenien; dieser Autor ordnet ihnen u.a. die Städte Lepreon, Pylos und Andania zu.[4] Die letzte Nachricht über sie erhalten wir durch Herodot, der die Kaukonen unter den Völkern Triphyliens erwähnt[5], bevor sie von den Minyern unterworfen wurden.

Geschichtliche Daten[Bearbeiten]

Homer nennt die Kaukonen unter den troischen Verbündeten im Trojanischen Krieg.[6]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. O. Abel: Makedonien, S. 70
  2. Karl Wilhelm Deimling: Die Leleger, eine ethnographische Abhandlung, Leipzig 1862, S. 97
  3. Albert Schuster: W. E. Gladstones Homerische Studien, Leipzig 1863, S. 66
  4. Karl Wilhelm Deimling: Die Leleger, eine ethnographische Abhandlung, Leipzig 1862, S. 130
  5. Herodot VIII, 73
  6. Homer: Ilias X 429, XX 329