Kidnapped (2010)

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Filmdaten
Deutscher TitelKidnapped – Du dachtest, du bist zuhause sicher
OriginaltitelSecuestrados
ProduktionslandSpanien, Frankreich
OriginalspracheSpanisch
Erscheinungsjahr2010
Länge85 Minuten
AltersfreigabeFSK ungeprüft
SPIO/JK: ksJ
Stab
RegieMiguel Ángel Vivas
DrehbuchMiguel Ángel Vivas
Javier García
ProduktionVérane Frédiani
Emma Lustres Gómez
Borja Pena
Franck Ribière
MusikSergio Moure
KameraPedro J. Márquez
SchnittJosé Manuel Jiménez
Besetzung

Kidnapped – Du dachtest, du bist zuhause sicher (Secuestrados) ist ein spanisch-französischer Horror-Psychothriller aus dem Jahr 2010.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Vorspann wacht ein gefesselter Mann mit einer Plastiktüte auf dem Kopf in einem kleinen Wald auf. Er läuft planlos umher und betritt eine Straße, auf der er angefahren wird. Er bittet den Fahrer, für ihn seine Familie anzurufen und ihm das Mobiltelefon ans Ohr zu halten. Der Sohn meldet sich und wird vom Vater gewarnt, dass sie die Garage schließen solle, da bald eingebrochen werde. Der Sohn sagt, dass es bereits zu spät sei und verweist auf die Schreie ihrer Mutter im Hintergrund. Der Vorspann hat keinen direkten Bezug zum Film.

Eine dreiköpfige Familie ist in ein neues Haus gezogen. Am ersten Abend kommen drei Einbrecher ins Haus. Während der Vater einen Einbrecher zur Bank fährt, um Geld von den Kreditkarten der Familie abzuheben, halten die anderen beiden seine Frau und seine Tochter im Haus gefangen.

Als der Freund der Tochter klingelt, wird auch dieser überwältigt. Die beiden Frauen nutzen die Zeit, um sich in einem Raum zu verschanzen. Die Einbrecher drohen damit, den Freund zu erschießen, wenn sie die Tür nicht aufmachen. Als das nicht geschieht, weil die Mutter der Tochter durch ein Fenster hilft, wird der Freund angeschossen. Einer der Einbrecher fängt die Tochter draußen vor dem Fenster ab, der andere schlägt mit einem Vorschlaghammer die Tür ein.

Als dann auch noch ein Polizist klingelt, gibt sich einer der Einbrecher als Ehemann aus und bittet ihn auf einen Kaffee herein. Da er jedoch den Zucker für den Kaffee nicht findet, bekommt er Panik aufzufliegen und ersticht den Polizisten.

Während einer der Männer die Tochter vergewaltigt, fesselt der andere die Mutter. Da er der Tochter helfen will, indem er den anderen vom Bett zerrt, kommt es zu einem Handgemenge zwischen den beiden Einbrechern. Die Tochter verschanzt sich in einem Raum. Als einer der Einbrecher sich Zugang verschafft hat, erschlägt sie ihn mit einer Metallskulptur und zertrümmert damit anschließend sein Gesicht.

Der Vater hat auf dem Rückweg kurz vor dem Haus absichtlich einen Unfall gebaut, bei dem der Einbrecher verletzt und bewusstlos wird. Als der Vater mit dessen Pistole auf das Grundstück kommt, kommt der verbliebene Einbrecher mit einer Sporttasche und der Pistole des Polizisten in der Hand aus dem Haus. Beide gehen aneinander vorbei. Der Vater und die Tochter binden die Mutter und den ebenfalls gefesselten Freund los. Als der Vater mit dessen Mobiltelefon die Polizei rufen will, kommt der wieder erwachte Einbrecher, mit dem der Vater den Unfall verursacht hatte, zum Haus und erschlägt den Vater mit einem Vorschlaghammer. Die Mutter schießt ihn an, kann jedoch nicht richtig mit der Pistole umgehen, sodass der Einbrecher sie ihr abnimmt und sie sowie den fliehenden Freund der Tochter erschießt. Anschließend ersticht er die Tochter.

Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film erschien in Deutschland am 11. Mai 2011 im Verleih und kann ab dem 3. Juni 2011 auch käuflich erworben werden. Der Film bekam keine FSK-Freigabe und wurde stattdessen ungeschnitten mit der leichteren der beiden SPIO/JK-Freigaben (keine schwere Jugendgefährdung) veröffentlicht. Die Bundesprüfstelle stellte Ende November 2011 eine Jugendgefährdung bei dem Film fest und indizierte ihn auf Liste A.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Spanischer Psycho-Thriller, der zu Beginn geschickt die Ängste der bedrohten Familie nachvollziehbar macht, dann aber in Gewalt eskaliert und die wehrhaften Bürger zu Helden stilisiert.“

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Film hat nur sehr wenige Schnitte. Die meisten Einstellungen gehen zig Minuten.
  • An zwei Stellen wird das Bild zweigeteilt und zwei Handlungen laufen ab. Währenddessen gibt es keine Schnitte.
    1. Die erste zweigeteilte Szene beginnt, als die beiden Frauen den Raum betreten, in dem sie sich verschanzen, und endet, als die Tochter vorm Fenster geschnappt und die Tür durchbrochen ist, indem ein Schnitt zum Vater erfolgt. Man sieht durch die Zweiteilung die Handlung der Frauen und die der Täter.
    2. Die zweite Szene beginnt damit, dass der Vater für den Autounfall beschleunigt und die Tochter sich verschanzt. Das Ende ist so organisiert, dass sich beide Bildhälften wieder vereinigen, als Vater und Tochter sich treffen. Ein Großteil der Szene des Vaters, die von der Rückbank aus gefilmt wird, besteht allerdings daraus, dass einige Minuten nach dem Unfall nichts passiert und man den Dauerton der Hupe hört, auf die sein Kopf aufgeschlagen ist.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kidnapped. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.Vorlage:LdiF/Wartung/Zugriff verwendet