Kirchenbuchverkartung

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Die Kirchenbuchverkartung ist das Erfassen von Informationen aus Kirchenbüchern in alphabetisch geordneten Karteien.

Methoden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter Kirchenbuchverkartung im eigentlichen und engeren Sinne versteht man das Anlegen von Familienblättern, d. h. die Familienrekonstitution bzw. familienweise Verkartung, bei der jedes Elternpaar eine eigene Karte erhält, auf der auch seine Kinder und die beiderseitigen Eltern (bzw. Großeltern der Kinder) mit erscheinen.

Bei der Kirchenbuchverzettelung hingegen werden Taufbücher, Heiratsbücher und Totenbücher getrennt auf einzelnen Karteikarten eingetragen. Anschließend werden diese Karteikarten alphabetisch, und innerhalb des Alphabetes familienweise sortiert.[1]

Computerunterstützte Verkartung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute wird die Kirchenbuchverkartung mit dem Computer durchgeführt. Für die familienweise Verkartung stehen zahlreiche Genealogieprogramme zur Verfügung. Für die Kirchenbuchverzettelung gibt es neben dem Einsatz eines Verkartungsprogrammes auch die Möglichkeit, datenbank-orientierte Programme (z.B. Tabellenkalkulation) einzusetzen. Neben das Problem sich für eine Methode zu entscheiden, tritt nun auch das Problem der Auswahl eines Programms. Der Verein für Computergenealogie versucht in seinem Wiki hierzu Hilfestellung zu geben.

Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Familienweise Kirchenbuchverkartungen und Kirchenbuchverzettelung ermöglichen dem an einer Quelle interessierten Genealogen ein schnelleres Finden seiner Ahnen. Die Einsicht in die Original-Kirchenbücher wird evtl. überflüssig und schont diese.

Kirchenbuchverkartungen sind ein notwendiger Arbeitsschritt auf dem Weg zu einem Ortsfamilienbuch.

Andere Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der Quelle Kirchenbuch werden heute auch andere genealogisch relevante Quellen erschlossen. Dieses sind für einige Regionen in Deutschland die seit 1798 existierenden Zivilstandsregister.[2] Mit Änderung des Personenstandsgesetzes wird es in Zukunft ebenfalls Bearbeitungen der freigegebenen Personenstandsbücher geben.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Von der Kirchenbuchverzettelung zum Dorfsippenbuch. In: Volkmar Weiss: Vorgeschichte und Folgen des arischen Ahnenpasses: Zur Geschichte der Genealogie im 20. Jahrhundert. Arnshaugk, Neustadt an der Orla 2013, ISBN 978-3-944064-11-6, S. 249–284.
  2. Zivilstandsregister. im GenWiki

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]