Kitzsteinhorn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Kitzsteinhorn
Das Kitzsteinhorn, gesehen von der Schmittenhöhe

Das Kitzsteinhorn, gesehen von der Schmittenhöhe

Höhe 3203 m ü. A.
Lage Salzburg, Österreich
Gebirge Glocknergruppe
Dominanz 3,7 km → Hocheiser
Schartenhöhe 436 m ↓ Geralscharte[1]
Koordinaten 47° 11′ 16″ N, 12° 41′ 14″ OKoordinaten: 47° 11′ 16″ N, 12° 41′ 14″ O
Kitzsteinhorn (Land Salzburg)
Kitzsteinhorn
Erstbesteigung 1828 durch Johann Entacher

Das Kitzsteinhorn ist ein Berg im Gemeindegebiet von Kaprun im österreichischen Bundesland Salzburg. Das Kitzsteinhorn ist Teil der in den Hohen Tauern gelegenen Glocknergruppe und erreicht eine Höhe von 3203 m ü. A.[2]

Mit den Gletscherbahnen Kaprun kann der Gipfel des Kitzsteinhorns von der Talstation in 911 m Höhe bis zu einer Höhe von 3029 m per Seilbahn erreicht werden. Auf dem Stationsdach befindet sich eine Aussichtsplattform namens „Top of Salzburg“. Von der Gipfelstation ausgehend gelangt man unter anderem durch den 362 Meter langen Glückauf-Hanna-Stollen zu einer zweiten Aussichtsplattform mit Blick auf den Nationalpark Hohe Tauern. Der Stollen wurde 1970 eröffnet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johann Entacher bestieg 1828 mit Vermessern das Kitzsteinhorn zum ersten Mal. Die zweite Ersteigung erfolgte um 1840 durch Friedrich zu Schwarzenberg.[3]

Am 12. Dezember 1965 wurde die Gletscherbahn Kaprun 1 eröffnet, sie führte in zwei Teilabschnitten vom Tal aus, mit einer Umstiegsstation bei der Salzburger Hütte, zum Alpincenter oberhalb der Krefelder Hütte. Am 26. November 1966 wurde die dritte Sektion der Gletscherbahnen Kaprun eröffnet. Sie führt noch heute vom Alpincenter zur Bergstation „Top of Salzburg“, kurz unterhalb des Gipfels des Kitzsteinhorns. Es wurden einige Gletscherlifte für den Skibetrieb am Kitzsteinhorn gebaut, darunter eine Sesselbahn. 1974 wurde zur Entlastung der Gletscherbahn Kaprun 1 die Gletscherbahn Kaprun 2 gebaut, dies war eine größtenteils unterirdisch verlaufende Standseilbahn vom Tal zum Alpincenter. Die erste und zweite Sektion der Gletscherbahn Kaprun 1 wurden 1990 bzw. 1991 durch andere Seilbahnen ersetzt.

Am 11. November 2000 starben bei der Brandkatastrophe der Gletscherbahn Kaprun 2 155 Menschen. Nach dem Unglück wurde die Gletscherbahn Kaprun 2 stillgelegt und der oberirdische Teil 2014 demontiert. In den Jahren nach dem Unglück wurde die Standseilbahn durch ein Funitel und eine Einseilumlaufbahn ersetzt.

Besteigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Normalweg führt von der Bergstation der Seilbahn über den kurzen Nordwestgrat (steileres und ausgesetztes Felsgelände) zum Gipfel. Die Bergstation kann vom Alpincenter Kaprun aus zu Fuß auf steinigen Wegen zum Schmiedingerkees und weiter über dieses und durch den abschließenden Hannastollen erreicht werden. Diese Tour erfordert vor allem ab der oberen Bergstation alpine Kenntnisse, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit. Der Gipfelanstieg ist mit Stahlseilen gesichert und überschreitet die klettersteigtechnische Schwierigkeit von A/B nicht. Der Schmiedingerkees kann offene Spalten führen und Steigeisen bzw. in extremen Situationen auch eine Seilsicherung notwendig machen.

Blick von der Gipfelstation auf das Skigebiet

Skigebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Kitzsteinhorn befindet sich ein Skigebiet mit rund 60 Pistenkilometern. Es liegt auf einer Seehöhe von 768 bis 3029 m und hat jedes Jahr von Oktober bis Juli geöffnet.

Seit November 2019 verbindet eine 3-Seil-Umlaufbahn die Skigebiete Kitzsteinhorn und Maiskogel miteinander. Der Einstieg in das Skigebiet ist seitdem bereits in Kaprun an der Talstation der Maiskogelbahn möglich.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anton Hetz: Aus dem Leben eines Bergführers von Pinzgau. In: Deutsche Alpen-Zeitung. St. Johann 1881.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kitzsteinhorn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Kitzsteinhorn – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikivoyage: Kitzsteinhorn – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Clem Clements, Jonathan de Ferranti, Eberhard Jurgalski, Mark Trengove: The 3000 m SUMMITS of AUSTRIA – 242 peaks with at least 150 m of prominence, Oktober 2011, S. 17.
  2. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen Österreich: Kitzsteinhorn auf der Austrian Map online (Österreichische Karte 1:50.000).
  3. Willi End / Hubert Peterka: Alpenvereinsführer Glockner- und Granatspitzgruppe. Bergverlag Rudolf Rother, München 1990, ISBN 3-7633-1258-7 (Rz 1795).