Kjukjurtlju

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Kjukjurtlju
In der Mitte der Kjukjurtlju Dome, rechts die Westwand des Kjukjurtlju

In der Mitte der Kjukjurtlju Dome, rechts die Westwand des Kjukjurtlju

Höhe 4912 m
Lage Karatschai-Tscherkessien, Russland
Gebirge Kaukasus
Dominanz 2,7 km → Elbrus-Südwestgipfel
Koordinaten 43° 20′ 34″ N, 42° 24′ 23″ O43.34290842.4063254912Koordinaten: 43° 20′ 34″ N, 42° 24′ 23″ O
Kjukjurtlju (Kaukasus)
Kjukjurtlju
Erstbesteigung Popow und Kameraden, 1932
Kükürtlü-Kuppel, rechts der Südrücken mit anschließender Aufstiegsroute zum Elbrus (West- und Südwestgipfel).

Kükürtlü-Kuppel, rechts der Südrücken mit anschließender Aufstiegsroute zum Elbrus (West- und Südwestgipfel).

Der Kjukjurtlju (russisch Кюкюртлю, karatschai-balkarisch gleiche Schreibung, Aussprache hier aber Kükürtlü= „Der Schwefelige“, engl. Kukurtlu Dome) ist ein 4912 m hoher Berg im russischen Teil des Kaukasus. Er befindet sich in der Republik Karatschai-Tscherkessien, nördlich der Grenze zu Georgien und westlich der Grenze zu Kabardino-Balkarien. Er ist der Dominanz-Referenzpunkt für den höchsten Berg der Alpen, den Mont Blanc.

Der Berg befindet sich an der Westschulter des Elbrus und fällt mit einer 600 Meter hohen, fast senkrechten Wand[1] gegen Westen ab. Der höchste Punkt dieser Wand mit 4639 m wird in russischen Publikationen meist auch als die Höhe des Kjukjurtlju angegeben und nicht die Kuppe des Kjukjurtlju Dome.

Über den Südrücken dieses Gipfels führt eine selten begangene Route auf den Elbrus. Gestartet wird, wie auch bei der "Südroute" des Elbrus, am Ende des Baksan Tals in Asau. Im Gegensatz zur Normalroute gibt es keine Stützpunkte. Die gesamte Ausrüstung und Verpflegung muss von den Bergsteigern selbst getragen werden. Mit 45° im Eis/ Firn und 2ter Schwierigkeitsgrad im Fels, halten sich die Schwierigkeiten in Grenzen. Dafür muss der Weg durch vergletschertes Gelände selbstständig gefunden werden.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Западная стена Кюкюртлю, abgerufen am 2. Juni 2009.
  2.  Friedrich Bender: Kaukasus. Zentralkaukasus; Swanetische Kette; Bergtouren zwischen Elbrus und Besingi. J. Berg, München 1991, ISBN 3-7634-1053-8.

Weblinks[Bearbeiten]