Atelierhaus Salzamt

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Das Atelierhaus liegt am Südufer der Donau unter dem Schlossberg
Gang mit Deckengewölbe mit Blick zum Gemeinschaftsraum
Ausstellung von Klara Kohler 2011

Das Atelierhaus Salzamt Linz (auch Kliemsteinhaus) als ehemaliges Salzamt wird von der Stadt Linz seit 2009 zur Förderung des internationalen Künstleraustausches zur bildenden Kunst genutzt.

Salzamt[Bearbeiten]

Die kaiserliche Salzkammer wurde 1706 am südlichen Ufer der Donau als dreigeschoßiges Gebäude errichtet. Seiner Entstehungszeit gemäß weist es zahlreiche barocke Merkmale auf. Gänge, Ausstellungssaal und einige andere Räume verfügen über Kreuzgewölbe. Wo die Außenmauern auf der ehemaligen Stadtmauer aufbauen, sind sie stellenweise über 2 Meter dick.

Da das Gebäude dem Denkmalschutz unterliegt, wurde bei der im Jahre 2009 vollendeten Renovierung auf bestmögliche Erhaltung der ursprünglichen Bausubstanz Wert gelegt. So wurden in vielen Räumen die originalen Stuckdecken sowie die Riemenholzböden erhalten. Auch die Balkenkonstruktion des Dachstuhls wurde unverändert übernommen. Der Grundriss des Komplexes ähnelt dem Kleinbuchstaben „h“. Die Gesamt-Nutzfläche beträgt 1400 m2. Zur Unterbringung der Haustechnik und für sanitäre Anlagen wurde ein Kellergeschoß eingebaut.

Im Jahre 1911 wurde das Salzamt auf Obere Donaulände Nr. 15 baulich vom Salzstadel auf Nr. 17 abgetrennt.

Atelierhaus[Bearbeiten]

Das Gebäude wird als Wohn- und Arbeitsmöglichkeit für in- und ausländische Künstlerinnen und Künstler genutzt. Es umfasst nun 5 Wohnungen, 9 Ateliers und einen Ausstellungssaal. Die Stadt Linz hat für den Ankauf sowie die Renovierung und Adaptierung einen Betrag von etwa 4 Mio. Euro investiert. Künstlern werden für die Dauer ihres Aufenthalts von 1 bis 6 Monaten Wohnung und Atelier kostenlos zur Verfügung gestellt. Dazu erhalten die Künstler ein Stipendium zur Abdeckung ihrer Lebenshaltungskosten. Bei Bedarf werden nach Möglichkeit Werkzeuge und Ausrüstung leihweise überlassen. Die so entstandenen künstlerischen Arbeiten werden im Ausstellungssaal präsentiert.

Im Erdgeschoß ist neben den Räumlichkeiten des eigentlichen Atelierhauses ein Restaurant untergebracht, das von einem externen Pächter betrieben wird. Im Sommer dient ein allseits umschlossener Innenhof mit einem Arkadengang als Gastgarten.

In Anlehnung an die Initiative der Künstler Josef Fischnaller, Engelbert Kliemstein und anderer für ein freies Kunsthaus in Linz in den 1960er Jahren wurde das Haus, in dem Ausstellungen durchgeführt und Ateliers angeboten wurden, ab 2002 projektbezogen mit Kliemsteinhaus bezeichnet.[1][2][3]

Ausstellungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Dehio Linz 2009, Bauten im Straßenverband, Obere Donaulände 15, Ehemalige Kaiserliche Salzkammer/Salzamt; Obere Donaulände 17, Ehemaliger Kaiserlicher Salzstadel; S. 109f.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Atelierhaus Salzamt Linz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Paul Fischnaller, Richard Lang: Kunst und Kultur Szene Serie – Kliemsteinhaus Radio FRO, 22. Oktober 2004
  2. basis wien: Kliemsteinhaus
  3. Eugenie Kain: Salzamt. Ein Objekt der Spekulationen. In: Versorgerin Ausgabe 66, Juni 2005. ZDB-ID 2218220-2
  4. Act up - Und auf einmal wird Dir klar, ich bin wach (PDF; 163 kB) Linz Kultur/Atelierhaus Salzamt, 2013

48.30635914.283191Koordinaten: 48° 18′ 23″ N, 14° 16′ 59″ O