Klopfschirm

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Klopfschirm im Einsatz

Ein Klopfschirm ist ein Hilfsmittel, das beim Sammeln von Gliederfüßern, hauptsächlich flugunfähigen Insekten oder Spinnentieren, eingesetzt wird.

Aufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es existieren verschiedene Arten von Klopfschirmen. Einfache Exemplare bestehen aus einem hellen, auf einen runden oder eckigen Rahmen gespannten Stück Stoff, oft in der Form eines umgedrehten Regenschirmes. Es gibt sowohl Varianten mit und ohne Griff, einige Ausführungen haben in der Mitte des Schirms ein Gefäß zum Auffangen der Tiere. Die Form des Schirmes kann von relativ flach bis stark trichterförmig variieren.

Anwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Klopfschirm wird zum Sammeln von Spinnen und Insekten vor allem an Sträuchern und kleineren Bäumen eingesetzt. Dabei wird der Schirm unter den entsprechenden Baum oder Strauch platziert und dann mit einem Stock oder Ähnlichem an den Ast über dem Schirm geschlagen (geklopft). Die dabei herabfallenden Tiere landen auf dem Schirm bzw. im Fanggefäß und können daraufhin eingesammelt werden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • The Province of British Columbia, Ministry of Environment, Lands and Parks (Hrsg.): Inventory Methods for Terrestrial Arthropods. Resources Inventory Committee, 1998, ISBN 0-7726-3563-3 (Online (PDF, 783 KB)).
  • Emil Abderhalden: Handbuch der biologischen Arbeitsmethoden. Band 9. Verlag Urban & Schwarzenberg, 1925, S. 217 ff.
  • Walter Forster, Theodor Albrecht Wohlfahrt: Die Schmetterlinge Mitteleuropas. Band 1. Franckh'sche Verlagshandlung, 1934, S. 21.
  • Adolf Horion: Käferkunde für Naturfreunde. Verlag Klostermann, 1949, S. 251 ff.
  • J. Reisch: Waldschutz und Umwelt. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-65804-4, S. 227, 235.