Kloster Mariaberg

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Kloster Mariaberg

Mariaberg ist ein ehemaliges Benediktinerkloster in Rorschach und ein Kulturgut von nationaler Bedeutung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ursprüngliche Bau war als Verlegung des Klosters St. Gallen nach Rorschach geplant, jedoch wurden mit dem Beginn des St. Gallerkrieg die 1485 begonnen Arbeiten 1488 zunächst zerstört.[1] Die Anlage in Mariaberg wurde dann 1497–1518 als Benediktinerkloster fertiggestellt aufgrund der Reformation aber nie bezogen. Die Gebäude dienten dem Kloster St. Gallen als Statthalterei, später als Schule.

Die von dem Münchner Bildhauer Erasmus Grasser Anlage in Mariaberg gilt als „die mächtigste spätgotische Klosteranlage der Schweiz“.[2]

Heute beherbergt es die Pädagogische Hochschule des Kantons St. Gallen sowie eine Gemeinnützige Stiftung zur Förderung der Lehrerinnen- und Lehrerbildung.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bernhard Anderes: Rorschach-Mariaberg. (Schweizerische Kunstführer, Nr. 320). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Bern 1982, ISBN 3-85819-045-4.
  • J. Häne: Der Klosterbruch in Rorschach und der St. Galler Krieg 1489–1490. Dissertation Zürich 1895; auch in: Mitteilungen zur vaterländischen Geschichte. Band 26, 1899.
  • Markus T. Huber: Erasmus Grasser als Bausachverständiger und technischer Berater. Die Projekte in Rorschach und Schwaz. In: Renate Eikelmann, Christoph Kürzeder (Hrsg.): Bewegte Zeiten. Der Bildhauer Erasmus Grasser (um 1450–1518), München 2018, S. 136–145.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mariaberg Abbey – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Guy P. Marchal: ‘Chronik des Gotzhaus St. Gallen’. In: Burghart Wachinger u. a. (Hrsg.): Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon. 2., völlig neu bearbeitete Auflage, Band 1 (‘A solis ortus cardine’ - Colmarer Dominikanerchronist). De Gruyter, Berlin/New York 1978, ISBN 3-11-007264-5, Sp. 1247.
  2. http://www.mariaberg.ch/Bau/Bau.htm
  3. http://www.mariaberg.ch/Stiftung/stiftung.htm

Koordinaten: 47° 28′ 21,4″ N, 9° 29′ 41,3″ O; CH1903: 754991 / 260013