Klostermoor

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Koordinaten: 53° 5′ 7″ N, 7° 31′ 23″ O

Klostermoor
Gemeinde Rhauderfehn
Der Ortsteil führt kein eigenes Wappen
Höhe: 8 m ü. NN
Fläche: 24,77 km²
Einwohner: 1335[1]
Bevölkerungsdichte: 54 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 26817
Vorwahlen: 04952, 04967
Karte
Lage der Gemeinde Rhauderfehn im Landkreis Leer

Klostermoor ist seit der Verwaltungs- und Gebietsreform vom 1. Januar 1973 ein Ortsteil der ostfriesischen Gemeinde Rhauderfehn.[2] Mit einer Ausdehnung von 24,77 Quadratkilometer ist er der flächengrößte der Kommune.[1] Die Reihen- und auch Streusiedlung liegt gut sechs Kilometer östlich von Papenburg im Zentrum eines Gebietes aus Erd-Hochmoor.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet der heutigen Gemarkung war während des Mittelalters im Besitz der Johanniterkommende Langholt, die das Gebiet in Eigenregie urbar machen wollte. Dieser Plan scheiterte jedoch. Grund dafür war die unzureichende Erschließung der weiten Moorgebiete. Auch die Anlage des nahegelegenen Rhauderfehns behinderte den Landesausbau im Bereich des Klostermoors. Dies änderte sich erst, als Westrhauderfehn im 19. Jahrhundert an den Rand des Klostermoores heranwuchs. Danach begann die langsame Besiedelung des Areals. Diese blieb zunächst auf die Grenzbereiche zu Westrhauderfehn beschränkt,[1] in denen Ansätze einer Infrastruktur vorhanden waren. 1897 wurde die Siedlung erstmals unter ihrem heutigen Namen amtlich verzeichnet.[3] Einen großen Schub in seiner Entwicklung erhielt Klostermoor nach der Verabschiedung des Emslandplanes am 5. Mai 1950. In der Folge entstanden „in der einst öden Weite des Klostermoores zahlreiche Vollbauernstellen und Anfang der 60er Jahre auch eine in sich geschlossene Wohnsiedlung mit Schule und Kindergarten.“[1] Das hatte große Auswirkungen auf die Einwohnerzahl. 1945 lebten knapp 400 Einwohner in Klostermoor. Bis 1973 verdreifachte sich diese Zahl nahezu auf 1162 Einwohnern. Durch die weitere Erschließung von Wohngebieten hat Klostermoor inzwischen 1335 Bewohner.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Rhauderfehn.de: Klostermoor, eingesehen am 20. Januar 2013.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 262.
  3. a b Ortschronisten der Ostfriesischen Landschaft: Klostermoor, Gemeinde Rhauderfehn, Landkreis Leer (PDF; 22 kB), eingesehen am 20. Januar 2013.