Kolumbianische Krawatte

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Die kolumbianische Krawatte (spanisch: corte corbata), gelegentlich auch als mexikanische oder sizilianische Krawatte bezeichnet, ist eine Hinrichtungs- und Foltermethode.

Dem Opfer wird die Kehle im Bereich des Kehlkopfes horizontal aufgeschnitten und seine Zunge durch diesen Schnitt nach unten gezogen, so dass sie unterhalb des Kinns heraushängt. Hierzu wird die Zunge herausgelöst und mit der Speiseröhre herausgezogen (vgl. Lecker und Drossel beim Aufbrechen von Wild).

Journalistische, wissenschaftliche und literarische Berichte geben an, dass die kolumbianische Krawatte eine häufige Hinrichtungsmethode während La Violencia in Kolumbien gewesen sei.

Populärkultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Darstellung der kolumbianischen Krawatte findet sich in der Fernsehserie Hannibal in Folge 11 der ersten Staffel. Die Figur Dr. Gideon tötet auf diese Weise einen Arzt. Eine weitere Erwähnung der kolumbianischen Krawatte findet man in den Serien Breaking Bad und Better Call Saul, jeweils in den Folgen zwei der ersten Staffel. Auch in dem Spielfilm Precious Cargo wird sie erwähnt. In der dritten Staffel von Z Nation wird in Episode 12 eine kolumbianische Krawatte bildlich dargestellt.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • James L. Zackrison: La Violencia in Colombia: An Anomaly in Terrorism. In: University of New Brunswick (Hrsg.): Conflict Quarterly. New Brunswick, Kanada, S. 9 (englisch, unb.ca [PDF; abgerufen am 9. Januar 2017]).