Komfortzone

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Eine Komfortzone ist der durch Gewohnheiten definierte Bereich eines Menschen, in dem er sich wohl und sicher fühlt und es ihm deswegen leicht fällt, mit der Umwelt zu interagieren. Die Komfortzone ist bei jedem Menschen unterschiedlich und individuell, ebenso wie die Folgen und Anstrengungen, die Komfortzone zu verlassen. Der Begriff wird häufig in der Populärpsychologie für träges, versteiftes und immer gleiches Verhalten verwendet. Die Gewohnheiten entstehen durch eine Umwelt und/oder ein soziales Umfeld, das für die Personen bereits bekannt ist und, aufgrund fester Rituale und Routinen sowie Persönlichkeitsstrukturen und Verhaltensweisen, als gewöhnlich empfunden wird. Sie endet bei signifikanten Veränderungen oder Tätigkeiten, die Überwindung oder Anstrengung erfordern oder mit Ängsten verbunden sind und daher nicht mehr als bequem, sondern unangenehm empfunden werden. Ängste, Stress und andere psychische Symptome können daher ein Signal für das Verlassen der Komfortzone sein. Nicht zu verwechseln ist der Begriff mit Distanzzone und Territorialität.

Das Drei-Sektoren-Modell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Drei-Sektoren-Modell geht davon aus, dass Menschen in drei Zonen leben:

Komfortzone[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hier fühlt man sich wohl und alles fällt einem meistens leicht, ohne große Anstrengungen zu leisten und viel nachzudenken. Hierzu zählen vertraute Personen, Orte und Tätigkeiten.

Wachstumszone[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Wachstumszone liegt die Herausforderung an sich zu wachsen. Sie wird betreten, sobald man die Komfortzone verlässt und sich Gebieten mit weniger Sicherheit widmet. Das Handeln erweist sich als schwieriger und es wird mehr Energie aufgewendet – eventuell entstehen dabei auch Angst und unangenehme Gedanken. Betroffene sollten daher bereit sein, am Anfang auf Fehler und Rückschläge zu treffen.

Panikzone[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wird eine bestimmte Schwelle bei ungewohnten Aufgaben überschritten, beginnt die Panikzone. Hier setzen negativer Stress und Unsicherheit ein und man tut sich sehr schwer, Dinge zu schaffen. Da die Ziele oft zu groß sind, kommt es zum Scheitern. Negative Erlebnisse können gegebenenfalls zu einem Rückgang von Selbstwertgefühl und einer kleineren Komfortzone führen, Erfolgserlebnisse können aber auch die Angst senken. Zu große Herausforderungen in der Panikzone sollten daher bedacht werden. Das bewusste und gezielte kontrollierte Konfrontieren mit der Panikzone wird auch als Flooding bezeichnet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • J. Bardwick: Danger in the Comfort Zone: How to Break the Entitlement Habit that’s Killing American Business. American Management Association, New York 1995.
  • Lisbeth Borbye: Out of the Comfort Zone: New Ways to Teach, Learn, and Assess Essential Professional Skills – An Advancement in Educational Innovation
  • Sascha Ballach, Andreas Brede: Raus aus deiner Komfortzone: Das Übungsbuch für die Entwicklung Deiner Persönlichkeit
  • Tony Allwood, Peter Hermetschweiler: Raus aus der Komfortzone
  • Mehlich, Patrick, Brandenburg, Torsten, Thielsch, Meinald T.: Praxis der Wirtschaftspsychologie III: Themen und Fallbeispiele für Studium und Anwendung, Band 3, S. 97 ff., MV-Verlag., 2014, ISBN 9783956452895
  • Spisak, Mona, Della Picca, Moreno: Führungsfaktor Psychologie: Was bewegt meine Mitarbeitenden wirklich und dauerhaft – auch aus der Komfortzone heraus?, S. 55–100, Springer, 2017 ISBN 978-3-662-53155-6