Koppeltragegestell

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Torposten der Bundeswehr mit olivfarbenem Koppel und Koppeltragegestell

Ein Koppeltragegestell ist, ähnlich wie ein Hosenträger aus Stoff, Leder oder Gurtgewebe, an dem gürtelartigen Koppel einer Uniform befestigt und wird mittels Trageriemen über den Schultern getragen.

Es ermöglicht das Tragen von Ausrüstung und verhindert das Herunterrutschen des meist schwer behangenen Koppels. Am Koppel werden beispielsweise Magazintaschen auch Patronentaschen, Pistolenholster (Gürtelholster), Klappspaten, Feldflaschen, ABC-Schutzmaskentasche, Brotbeutel auch kleine Kampftasche oder Mehrzwecktasche, Bajonett, Handgranaten, Kampfmesser und Ähnliches befestigt. Das Koppeltragegestell ist mittels Plastik- oder Metallösen mit dem Koppel verbunden. Es ist an einigen Modellen vom Koppel abnehmbar und kann individuell je nach Körperlänge und Bauchumfang verstellt werden. Beim Tragen ist darauf zu achten, dass die am Koppel befestigte Ausrüstung richtig sitzt und angeordnet ist, damit beim Marsch und im Gefecht das Gewicht gleichmäßig verteilt ist und kein Ausrüstungsgegenstand den Soldaten in seiner Bewegungsfreiheit einschränkt.

Bestandteile des Koppeltragesystems der Bundeswehr sind zwei Doppel-Magazintaschen für das Sturmgewehr G36 oder G3, eine Klappspatentasche sowie eine Mehrzwecktasche, als kleine Kampftasche für Führungsmittel und Kleinausrüstung. Zusatztaschen waren für das Funkgerät SEM-52 vorhanden. Die ABC-Schutzmaske wurde weiterhin in der Umhängetragetasche des ABC-Schutzsatzes persönlich getragen, Maskentaschen für das Koppeltragegestell waren selbstbeschafft. Weitere selbstbeschaffte Taschen dienen der Unterbringung von Handgranaten, Nebelwurfkörper, Taschenmesser, Kampfmesser, Taschenlampen und Kompass.

Es gibt Ausführungen für Kampfanzüge sowie für Ausgeh- und Paradeuniformen, das repräsentative lederne Weißkoppelzeug (meist mit nur einem, über Kreuz getragenen Schultertrageriemen) für den Formaldienst von Ehrenformationen (wie dem Wachbataillon der Bundeswehr).

Historische Vorläufer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schnell/Karst/Seidel: „Handbuch für Wehrpflichtige“ 13. Auflage, Walhalla und Praetoria-Verlag, Regensburg, 1962