Kraftausdauer

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Die Kraftausdauer ist ein Begriff aus Sportwissenschaft bzw. Sportmedizin. Sie findet in Sportarten Gebrauch, in denen eine hohe Kraft über längere Zeit zu leisten ist. Dazu zählt insbesondere der Radsport, aber auch der Laufsport, Boxen, Skilanglauf, Rudern, Kanu. Die Kraftausdauer kann definiert werden als die von der Maximalkraft abhängige Ermüdungswiderstandsfähigkeit gegen lang dauernde sich wiederholende Belastungen bei statischer oder dynamischer Muskelarbeit. [1] Da sich aber Maximalkraft und maximale Ausdauer gegenseitig ausschließen, ist ein Kraftausdauertraining sehr mühevoll.

In Sportarten, in denen die Leistung von den Kraft- und von den Ausdauerfähigkeiten abhängt, ist die Kraftausdauer eine leistungsbestimmende Fähigkeit. Das gilt für viele Ausdauersportarten (z. B. Schwimmen, Eisschnelllauf, Rudern). Sie beeinflusst auch erheblich wiederholte Sprungleistungen (z. B. Volleyball, Eiskunstlauf, Ringen), auch beim Schießen ist sie bei hoher Schusszahl für einen sicheren Anschlag (= statische Kraftausdauer) nötig. Die Komponente "Kraft" bestimmt die maximale konditionelle Leistung in der Einzelbewegung bzw. im einzelnen Bewegungszyklus, die Komponente "Ausdauer" die Dauerbeanspruchung und dabei den durch Ermüdung bedingten Abfall des Krafteinsatzes bei langandauernden sportlichen Anforderungen.

Entwickeln der Kraftausdauer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kraftausdauer ist disziplinspezifisch, so dass z.B. im Zehnkampf der Leichtathletik die Leistungen im 1500m-Lauf der Männer bei Weltmeisterschaften Leistungen der Kinder-Leichtathletik entsprechen. Zur optimalen Entwicklung der allgemeinen Kraftausdauer werden Übungen bei 60 Prozent des Maximalgewichts und zwischen 15 und 20 Wiederholungen empfohlen. Die Bewegungen sollen gleichmäßig und fließend sein. Während der Bewegung gegen den Widerstand soll aus-, während der Rückbewegung eingeatmet werden. Pausen sollen nicht länger als 60 Sekunden dauern.[2] Da Kraft und Ausdauer separat effektiver trainiert werden können als kombiniert, hat sich hier zu das Blocktraining eingebürgert.[3]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerd Thienes: Zum Einfluss interserieller Beweglichkeitsübungen auf die Kraftausdauer. Spectrum 15 (2003) Heft 1.
  • Andreas Greiwing: Zum Einfluss verschiedener Krafttrainingsmethoden auf Maximalkraft und Kraftausdauer sowie auf die Muskeldicke des M. quadrizeps femoris PDF-Version.
  • A. Ahmed: Entwurf eines Expertensystems für die spezielle körperliche Vorbereitungsplanung von Volleyball-Junioren (Dissertation). PDF-Version, 7,5 MB

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ehlenz, Grosser, Zimmermann (1991): Krafttraining. Grundlagen, Methoden, Übungen, Trainingsprogramme. ISBN 3-405-14283-0
  2. Robert G. Price (2008): Krafttraining für Triathleten Leseprobe (PDF), Sportwelt-Verlag, Betzenstein, S. 12-13. ISBN 978-3-9811428-9-1
  3. Arnd Krüger: Periodisierung des sportlichen Trainings im 21. Jahrhundert. Evidenzbasiert oder weiter so wie immer? Leistungssport 45(2015), 4, 5-10

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]