Kraftfahrzeugausstattung

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Armaturenbrett und Lenkrad

Als Innenausstattung (Interieur) bezeichnet man in der Regel alle vom Fahrer oder von den Insassen im Fahrzeug sichtbaren Komponenten. Eventuell vorhandene Laderaumabdeckungen bei Kombis werden im Allgemeinen mit den Verkleidungs- und Einbauteilen des Kofferraumes als Kofferraum oder Gepäckraum zusammengefasst.

Komponenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dazu zählen unter anderem:

  • Vordersitz und Hintersitzanlage mit Bedienelementen
  • Türverkleidung/en mit Bedienelementen
  • Verkleidungen allgemein (z. B. an den Fahrzeugsäulen)
  • Instrumententafel mit allen Einbauten (Radio, Klimaanlage, Navigationsgerät, Instrumentenkombi, Luftausströmer, Airbag etc.)
  • Himmel inklusive Sonnenblenden
  • Teppiche
  • Mittelkonsole mit allen Einbauten (Handbremse, Staufächer etc.)
  • Hutablage
  • Sonnenrollo
  • Lenkrad
  • Innenspiegel

Die Scheiben hingegen werden dem Exterieur des Fahrzeuges zugerechnet.

Gestaltung des Innenraums[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem Design der Karosserie, welches einem als erstes auffällt, ist die Gestaltung des Innenraumes ein wesentlicher Punkt bei der Fahrzeugentwicklung. Hierbei wird nicht nur auf das Aussehen der einzelnen Elemente geachtet, auch die Haptik und das Zusammenspiel zwischen Material, Form und Farben spielen eine entscheidende Rolle. Zusätzlich zu diesen vordergründigen Kriterien sind auch die Bedienbarkeit, die Platzierung der Schalter und Bedienelemente, und die Sicherheit der Insassen (Airbag, keine scharfen Kanten) wichtige Entscheidungsfaktoren. Beim heutigen Design der Fahrzeuge mit immer flacher stehenden Front- und Heckscheiben wird die Klimatisierung, bzw. Belüftung des Innenraumes immer wichtiger. Auch der Geruch und das Recycling der verwendeten Materialien und Materialmischungen spielen heute eine immer größere Rolle bei der Gestaltung und Entwicklung des Innenraumes. Wegen dieser Vielfalt der Anforderungen und Komplexität der verbauten Komponenten ist die Entwicklung eines Innenraumes eine Aufgabe von vielen spezialisierten Abteilungen innerhalb einer Automobilfirma.

Die Zierteile im Fahrzeuginnenraum erfüllen neben ästhetischen Anforderungen auch funktionelle, wie beispielsweise eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Kratzer. Verwendet werden, je nach Kundenwunsch, sehr unterschiedliche Materialien wie etwa Aluminium, Carbon, Drahtgewebe, Edelholz, Leder, Textilien und verschiedene Kunststoffe.

Vordersitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fahrersitz

Aufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vordersitz ist über meistens zwei Profilschienen aus Stahl formschlüssig mit dem Boden der Fahrgastzelle verbunden. An diesen Profilschienen ist ein Stahlrahmen befestigt der die tragende Funktion für das Sitzpolster und die meistens schwenkbare Sitzlehne übernimmt. Die Lehne selbst besteht ebenfalls aus einem Rahmengestell welches auch Träger für die Sitzlehne und die Kopfstütze bildet. Das eigentliche Polster für den Sitz und die Lehne besteht aus unterschiedlich harten Schäumen und kann mit diversen Stoff- oder Lederarten oder Kombinationen davon bezogen sein. Für Sportsitze werden im Allgemeinen ein härterer Schaum und stärker konturierte, d. h. dem Körper des Fahrers besser angepasste, Polster verwendet. Für die Kopfstützen wird ein Kunststoffkern benutzt, der mit entsprechendem Schaum und Bezug verkleidet ist. Je nach Fahrzeugtyp sind auch die Sicherheitsgurte (Aufroller und Schlösser) in den Sitz bzw. die Lehne integriert. Bei mechanisch verstellbaren Sitzen sind alle Bedienungselemente zum Verstellen des Sitzes am Sitz selbst angebracht. Bei elektrisch verstellbaren Sitzen gibt es unterschiedliche Konzepte: Einige Hersteller platzieren die Elemente am Sitz selbst, einige Hersteller bringen die Bedienknöpfe in der Türverkleidung unter und wieder andere finden einen Platz in der Mittelkonsole sinnvoll.

Funktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Je nach Fahrzeugklasse sind mehr oder weniger Funktionen in einem Vordersitz integriert. Bei einem Kleinwagen kann sich dies auf die Längsverstellung, die Lehnenneigungsverstellung und die Einstellung der Kopfstütze beschränken. Folgende weitere Verstellmöglichkeiten und Funktionen können u. a. in einem Sitz verbaut werden: Sitzhöhenverstellung, Sitzneigungsverstellung, Vergrößerung/Verlängerung der Oberschenkelauflage, Lordosenstütze (Unterstützung der Lendenwirbelsäule), Massagefunktion, Klimatisierung (Heizung und Kühlung), Konturanpassung an den Körper (bei sportlicher Fahrweise), aktive Kopfstützen (werden bei einem Unfall automatisch in Richtung Kopf bewegt)... Zusätzlich können diverse Ablagemöglichkeiten unter dem Sitz angebracht sein. Für die Fondpassagiere können in der Rückenlehne oder der Kopfstütze weitere Funktionen verbaut sein. Hierzu zählen einfache Ablagenetze, Dosenhalter, Klappbretter wie in Flugzeugsitzen oder auch LCD-Monitore für Multimediaanwendungen. Bei Kombis, MPVs oder ähnlichen Fahrzeugen lässt sich die Lehne des Beifahrersitzes meistens ganz umklappen, so dass eine durchgehende Ladefläche bis zur Heckklappe entsteht. Bei manchen Modellen ist auch der einfache Ausbau des Beifahrersitzes möglich, um eine noch größere Ladefläche zu erhalten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans-Hermann Braess, Ulrich Seiffert: Vieweg Handbuch Kraftfahrzeugtechnik. 2. Auflage, Friedrich Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, Braunschweig/Wiesbaden, 2001, ISBN 3-528-13114-4.
  • Dieter K. Franke: V.A.G Handbuch, Do it yourself, Gebrauchtwagenkauf-Zubehöreinbau-Pflege. 1. Auflage, ADAC Verlag GmbH, München, 1984, ISBN 3-87003-227-8.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]