Riesenkraken (Mythologie)

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Ein Architeuthis attackiert ein Schiff. Aquarellierte Zeichnung vom Malakologen Pierre Denys de Montfort von 1801, nach Beschreibungen französischer Seeleute, die vor den Küsten Angolas angegriffen wurden.

Gigantische, aggressive Kopffüßer, in der deutschen Umgangssprache Riesenkraken genannt, welche angeblich Schiffe und Menschen angreifen und in die Tiefe ziehen, sind unabhängig von Zeit, Kultur und Kontinent ein fester Bestandteil vieler Mythologien. Früher wurden diese Legenden als bloßes Seemannsgarn abgetan, die zeitgenössische Wissenschaft aber revidierte das Bild und konnte nachweisen, dass diese Tiere grundsätzlich existieren. Ob sie wirklich so monströse Eigenschaften und Ausmaße aufweisen, wie in den Legenden beschrieben, ist derzeit noch Gegenstand der Forschung.

Zoologische Vorbilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorbild der Legende könnten die tiefseebewohnenden Riesenkalmare sein, die mit ihren Saugnäpfen Narben auf der Haut von Pottwalen hinterlassen und eine beträchtliche Größe erreichen. In allen Zeiten wurden tote Exemplare an Küsten entdeckt. Es ist unbekannt, ob es in großer Tiefe vielleicht noch andere Riesentintenfische gibt, von denen die Legenden über den Kraken stammen könnten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • P. Werner Lange: Seeungeheuer – Fabeln und Fakten. VEB F. A. Brockhaus Verlag, Leipzig, 1979.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]