Kryptobörse

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Eine Kryptobörse (auch Kryptowährungsbörse; englisch crypto exchange) ist eine Börse, an der als Handelsobjekte Kryptowährungen gehandelt werden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste anerkannte Kryptowährungs-Transaktion zwischen zwei Personen fand am 12. Januar 2009 zwischen Satoshi Nakamoto und Hal Finney, einem Entwickler und Krypto-Aktivisten, statt. Anschließend wuchs die Community langsam an und am 5. Oktober 2009 erhielt die erste Kryptowährung Bitcoin den ersten offiziellen Wert in Höhe von 0,00076392443 US-Dollar (1 US-Dollar zu 1.309,03 Bitcoin). Ab diesem Zeitpunkt entstanden mehrere Kryptobörsen und begannen mit dem Handel der Kryptowährung.[1]

Rechtliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 2016 erhielten mehrere Kryptowährungsbörsen, die in der Europäischen Union tätig sind, Lizenzen gemäß der EU-Zahlungsdiensterichtlinie und der EU-E-Geld-Richtlinie. Die Angemessenheit solcher Lizenzen für den Betrieb einer Kryptowährungsbörse wurde nicht gerichtlich geprüft. Der Europäische Rat und das Europäische Parlament haben angekündigt, dass sie Verordnungen erlassen werden, um strengere Regeln für Börsenplattformen aufzuerlegen.[2]

Im Jahr 2018 legte die US-Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) fest, „wenn eine Plattform den Handel mit digitalen Vermögenswerten anbietet, bei denen es sich um Wertpapiere handelt und als „Börse“ im Sinne der Bundeswertpapiergesetze betrieben wird, dann muss sich die Plattform bei der SEC als Wertpapierbörse national registrieren oder von der Registrierung befreit sein“. Die Commodity Futures Trading Commission erlaubt nun den öffentlichen Handel mit Kryptowährungsderivaten.[3]

Unter den asiatischen Ländern ist Japan entgegenkommender und die Vorschriften schreiben vor, dass eine spezielle Lizenz der Finanzdienstleistungsbehörde für den Betrieb einer Kryptowährungsbörse erforderlich ist.[4] Während Australien seine endgültigen Regelungen zur Kryptowährung noch nicht bekannt geben muss, müssen seine Bürger ihre digitalen Vermögenswerte für die Kapitalertragsteuer offenlegen.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rosemary Bigmore: Cryptocurrencies: a timeline. In: The Telegraph. 18. Mai 2018, ISSN 0307-1235 (telegraph.co.uk [abgerufen am 26. September 2021]).
  2. Andrii Degeler: Bitcoin firm bags first electronic money licence in the UK. 7. April 2016, abgerufen am 26. September 2021 (amerikanisches Englisch).
  3. Evelyn Cheng: The SEC just made it clearer that securities laws apply to most cryptocurrencies and exchanges trading them. 7. März 2018, abgerufen am 26. September 2021 (englisch).
  4. Evelyn Cheng: Japanese regulator warns major cryptocurrency exchange for operating without a license, bitcoin falls. 23. März 2018, abgerufen am 26. September 2021 (englisch).
  5. Australian Taxation Office: Tax treatment of crypto-currencies in Australia – specifically bitcoin. Hrsg.: Australian Taxation Office. Australien März 2020, S. 15 (englisch, gov.au [PDF]).