Kumiho

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Koreanische Schreibweise
Koreanisches Alphabet: 구미호
Hanja: 九尾狐
Revidierte Romanisierung: Gumiho
McCune-Reischauer: Kumiho

Eine Kumiho (wörtlich: neunschwänziger Fuchs) ist eine koreanische Sagengestalt. Sie ist eine Variante des chinesischen Húli jīng (chin. 狐狸精) und des japanischen Kitsune.[1] Meistens ist sie weiblich und bösartig. Während die anderen Fuchsgeister bisweilen sukkubushafte Züge aufweisen, ist die Kumiho oftmals eine Menschenfresserin, zugleich auch eine Verführerin. Dem Volksglauben nach benötigt sie eine bestimmte Anzahl menschlicher Herzen oder Lebern, um eine menschliche Seele zu erlangen. Dies ist jedoch nicht die originale Sichtweise, sondern durch den im Hinduismus und Buddhismus bekannten Dâkinîs Indiens. Die ursprüngliche Darstellung ist beinahe ident mit dem japanischen Kitsune.

Eine Reihe von Kumiho-Geschichten finden sich in 한국 구비문학 대계 (Kompendium Koreanischer Oralliteratur). Sehr berühmt ist das Märchen „Die Fuchsschwester“.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klaus Mailahn: Der Fuchs in Glaube und Mythos. Münster 2006, ISBN 3-8258-9483-5, S. 213–215.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heinz Insu Fenkl: A Fox Woman Tale of Korea