Kurzyna Średnia

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Kurzyna Średnia
Wappen fehlt
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Kurzyna Średnia (Polen)
Kurzyna Średnia
Kurzyna Średnia
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Karpatenvorland
Powiat: Nisko
Gmina: Ulanów
Geographische Lage: 50° 31′ N, 22° 22′ OKoordinaten: 50° 30′ 35″ N, 22° 21′ 48″ O
Höhe: 165 m n.p.m.
Einwohner: 368 (2013)
Postleitzahl: 37-410
Telefonvorwahl: (+48) 15
Kfz-Kennzeichen: RNI



Kurzyna Średnia (bis 24. Mai 1939 deutsch Rauchersdorf) ist eine Ortschaft mit einem Schulzenamt der Gemeinde Ulanów im Powiat Niżański der Woiwodschaft Karpatenvorland, Polen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straße durch das Dorf

Es gibt drei benachbarte Dörfer dort, die Kurzyna genannt wurden: Kurzyna Mała (Klein Rauchersdorf), Kurzyna Wielka (Groß Rauchersdorf) und Kurzyna Średnia (Mittel Rauchersdorf). Kurzyna Mała (eigentlich größer) und Kurzyna Wielka existierten vor 1772 und gehörten der Pfarrgemeinde in Pysznica.

Bei der Ersten Teilung Polens kamen beide Dörfer 1772 zum neuen Königreich Galizien und Lodomerien des habsburgischen Kaiserreichs (ab 1804). Im Jahre 1783 wurden im Zuge der Josephinischen Kolonisation zwischen Kurzyna Mała und Kurzyna Wielka deutsche Kolonisten katholischer und lutherischer Konfession dort angesiedelt.[1] Die Kolonie wurde Rauchersdorf genannt, annähernd die Übersetzung der Namen der polnischen Dörfer (abgeleitet von kurzyćrauchen). Diese Kolonie wurde unabhängige Gemeinde. Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Nachgeborenen der Kolonisten polonisiert. Im Jahre 1900 hatte das Dorf Rauchersdorf 69 Häuser mit 392 Einwohnern, davon alle polnischsprachige, 377 römisch-katholische, 5 griechisch-katholische, 10 Juden.[2]

Im Jahre 1913 wurde die römisch-katholische Pfarrei gegründet.

1918, nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Zusammenbruch der k.u.k. Monarchie, kam Rauchersdorf zu Polen. Im Jahre 1921 hatte das Dorf Rauchersdorf 67 Häuser mit 353 Einwohnern, davon alle Polen, 323 katholische, 1 griechisch-katholische, 29 Juden.[3]

Am 24. Mai 1939 wurde der Name Rauchersdorf auf Kurzyna Średnia geändert.[4]

Im Zweiten Weltkrieg gehörte es zum Generalgouvernement.

Von 1975 bis 1998 gehörte Kurzyna Mała zur Woiwodschaft Tarnobrzeg.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Kirche
  • Römisch-katholische Kirche aus Holz (erbaut 1816–1818);

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franciszek Guściora: Trzy Kurzyny : wsie powiatu niskiego. Warszawa 1929 (pbc.rzeszow.pl – polnisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kurzyna Średnia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Henryk Lepucki: Działalność kolonizacyjna Marii Teresy i Józefa II w Galicji 1772–1790 : z 9 tablicami i mapą. Kasa im. J. Mianowskiego, Lwów 1938, S. 163–165 (polnisch, pbc.rzeszow.pl).
  2. Ludwig Patryn (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder, bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1900, XII. Galizien. Wien 1907 (wiki-commons.genealogy.net).
  3. Główny Urząd Statystyczny: Skorowidz miejscowości Rzeczypospolitej Polskiej. Tom XIII. Województwo lwowskie. Warszawa 1924 (polnisch, commons).
  4. M.P. z 1939 r. Nr 118, poz. 279. (polnisch, PDF; 38,6 kB).