Kussharo-See

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Kussharo-See
Der Kussharoko-See im Juni 2008
Der Kussharoko-See im Juni 2008
Geographische Lage JapanJapan Japan, Hokkaidō, Kushiro
Zuflüsse Atosa, Amemasu, Onnenai, Shikerepenbetsu, Onneshireto, Toikoi, Meshikimemu, Enetokomappu, Ossappe
Abfluss Kushiro
Inseln Nakajima
Orte in der Nähe Teshikaga
Daten
Koordinaten 43° 38′ N, 144° 20′ OKoordinaten: 43° 38′ N, 144° 20′ O
Kussharo-See (Präfektur Hokkaidō)
Kussharo-See
Höhe über Meeresspiegel 121 T.P.
Fläche 79,54 km²[1]
Volumen 2.250.000 m³[2]
Umfang 57 km[2][3]
Maximale Tiefe 117,5 m[3][2]
Mittlere Tiefe 28,4 m[2]

Besonderheiten

Kratersee, im Winter komplett zugefroren

Der Kussharo-See (jap. 屈斜路湖, Kussharo-ko) ist ein Kratersee im Akan-Nationalpark im Osten von Hokkaidō, der zweitgrößten Insel Japans. Er ist flächenmäßig der sechstgrößte See beziehungsweise der größte Kratersee, sowie im Winter der einzige komplett zugefrorene See des Landes. Der Name Kussharo stammt aus dem Ainu. Es existiert ein Mythos über das Seeungeheuer Kusshie (Kofferwort aus Kussharo und Nessie), das im Kussharo-See leben soll.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kussharo-See liegt in der Unterpräfektur Kushiro auf Hokkaidō und ist durch die Nationalstraße 243 erreichbar. Diese erstreckt sich über den gesamten südwestlichen Teil des Sees und führt von dort aus weiter über den Bihoro-Pass nach Bihoro beziehungsweise von Westen kommend nach Teshikaga. Westlich des Sees verläuft die Präfekturstraße 52, die die Nationalstraße 243 nach Kawayuonsen, wo es Verbindung zur Nationalstraße 391, sowie eine Verbindung zur Bahnhaltestelle Kawayuonsen gibt, verbindet. Von dort aus geht die Straße weiter nach Westen zum Mashū-See, führt an dessen Küste entlang und endet erneut in der Nationalstraße 243, jedoch weiter südöstlich als der Anfang.[4]

Geographie und Chemie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Singschwäne mit dem Vulkan Nakajima im Hintergrund

Den Mittelpunkt des Kussharo-Sees bildet der Schichtvulkan Nakajima, aus dem vulkanisches Gas austritt und den See sauer macht. Dadurch können, mit Ausnahmen von durch Strömen stark belastete Bereiche, im Kussharo-See bestimmte Fische leben. Regenbogenforellen wurden künstlich im Kussharo-See ausgesetzt und sind dem leicht sauren See resistent. Singzikaden wurden 1951 entdeckt und werden heute von der Regierung beschützt. Auch der Singschwan wanderte in den Kussharo-See ein.

Am Ufer befinden sich zahlreiche natürlich erhitzte Quellen und Sandstrände. Von der Wakoto-Halbinsel bis zum See kommen häufig schwefelhaltige Winde vor.

Der Kussharo-See hat eine Fläche von 79,5  Quadratkilometern und ein Volumen von 2,25  Kubikkilometern. Der Umfang beläuft sich auf 57 Kilometer und der See hat eine Wassertiefe zwischen 28,4 und 118 Meter.[2]

Zu- und Abflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kussharo-See hat Zuflüsse aus der Atosa, der Amemasu, dem Onnenai, der Shikerepenbetsu, dem Onneshireto, dem Toikoi, dem Meshikimemu, dem Enetokomappu und der Ossappu, die zahlreiche kleine Flüsse sind. Der Kussharo-See hat als Abfluss den Kushiro, aus dem das Wasser schließlich in den Pazifik mündet.[5]

Das Seemonster Kusshie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Plastik des Seeungeheuers Kusshie

Ähnlich wie im Loch Ness lebt der Mythos, dass ein Seeungeheuer, welches seit 1973 durch die Presse den Namen Kusshie (クッシー, Kushī) trägt, im Kussharo-See sein Unwesen treiben soll.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lake Kussharo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 湖沼面積. Kokudo Chiriin, 1. Oktober 2015, abgerufen am 5. August 2016 (PDF; 114 kB, japanisch).
  2. a b c d e GSI Mappe 25000:1 屈斜路湖
  3. a b 日本の主な湖沼. MLIT, 2002, abgerufen am 15. September 2013 (japanisch).
  4. vgl. Google Maps
  5. 釧路川. In: 日本河川図 Rivers in Japan. Abgerufen am 2. Juli 2013 (japanisch/Englisch).