Kyro Ponte

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Kyro Ponte (* 18. Mai 1972 in Esslingen am Neckar, Baden-Württemberg) ist ein deutsch-griechischer Schriftsteller und Neurowissenschaftler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kyro Ponte (eigentlich Kyriakos Sidiropoulos) wurde 1972 in Esslingen am Neckar geboren. Er kehrte mit seinen Eltern 1980 nach Griechenland zurück, wo er in Thessalonikis Stadtviertel Ilioupoli aufwuchs und die örtlichen Schulen besuchte. Bereits in seiner Schulzeit schrieb Ponte seine ersten Kurzgeschichten und Gedichte und wurde 1987 als Schüler vom griechischen Schriftstellerverband von Thessaloniki für seine Gedichte ausgezeichnet.

Nach seinem Abitur in Thessaloniki zog Kyro Ponte nach Freiburg im Breisgau und begann 1991 ein Studium der Biologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, später studierte er Linguistik und Philosophie.

Sein einjähriger Aufenthalt im Goethe-Institut Rothenburg ob der Tauber war für ihn ein Schlüsselerlebnis. In dieser Zeit bereiste er mehrere europäische Städte und hielt sich in einer befreundeten japanischen Familie in Osaka auf. In Japan besuchte er die wichtigsten Kultstätten des Landes in den Städten Kyōto (u. a. Rokuon-ji, Kiyomizu-dera, Heian-jingū), Nara (u. a. Tōdai-ji, Kōfuku-ji), Yokohama und Tokio. Nach dieser Reise interessierte er sich lebhafter für die japanische Kultur, insbesondere Literatur, Geschichte und Religion des Landes. Er übersetzte mehrere Kurzgeschichten von Oe Kenzaburo und Jun'ichirō Tanizaki ins Griechische.

Nach Abschluss seiner Studien nahm Kyro Ponte ein neurowissenschaftliches Promotionsstudium an der Graduate school of neural and behavioural sciences (Max Planck Research School) in Tübingen auf, das er mit „magna cum laude“ abschloss. In Tübingen war Ponte Mitgründer des Literaturportals Inlitera, aus dem 2007 die Anthologie „Netzwerke“ hervorging, sowie eine Reihe von Interviews mit Autoren (u. a. mit Petros Markaris, Herbert Rosendorfer, Yōko Tawada und Vassilis Vassilikos). Neben den neurowissenschaftlichen Veröffentlichungen verfasste er eine Reihe literarischer Texte. Seit 2010 ist er Mitglied der Gesellschaft Griechischer AutorInnen in Deutschland. Ponte ist verheiratet und lebt und arbeitet in Stuttgart.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Autorschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Τα της μνήμης και του έρωτα, 1η έκδ. - Norderstedt : Books on Demand Edition, 2017. - 110σ. : εικ. • 24x17εκ., Σκίτσα Καλλιόπη Κουκλινού, Dichtung (Griechisch)
  • Der Apfel fiel aus Venus linker Hand, Frankfurt am Main: Grössenwahn Verlag, 2015. - 160 Seiten, ISBN 978-3-95771-066-6, Erzählungen.
  • Τέσσερις μορφές, ένας έρωτας, 2η έκδ. – Norderstedt: Books on Demand Edition, 2009. – 120 S.: εικ. • 24x17εκ., ISBN 978-3-8370-9853-2, Dichtung (griechisch)

Sammelwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zwei ungleiche Freunde, In: Das Größenwahn Märchenbuch /, Hrg. Edit Engelmann, Frankfurt am Main : Grössenwahn Verlag, 2014. – 312 Seiten, ISBN 978-3-942223-98-0, Band 2, Νοvelle
  • Die Anemonen, In: Bewegt/, Hrg. Sevastos P. Sampsounis, Frankfurt am Main : Grössenwahn Verlag, 2010. - 312 Seiten, ISBN 978-3-942223-02-7, Νοvelle

Übersetzungen und Übertragungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tanizaki, Junichiro. Η δερματοστιξία / Junichiro Tanizaki · μετάφραση Κύρο Πόντε. - 1η έκδ. - Αθήνα : Bibliotheque, 2017. - 36σ., ISBN 978-618-5257-21-7
  • Dimitris Nikou: Die Prostituierten des Denkens, Saita Verlag, 2017 - Seiten 44, Übersetzt von Eckhard Kaufmann und Kyro Ponte, ISBN 978-618-5147-91-4
  • Die orthodoxe Trauungszeremonie auf Neugriechisch, Norderstedt: Books on Demand Edition, 2014. – Seiten 104, Übertragen von Kyro Ponte
  • Marco Lipski: "Gehörlos so, was!?", Übersetzt von Kyro Ponte, Zentrum für Kultur und Visuelle Kommunikation, Stage Production, 1998/ 1999, Ins Griechische 2013
  • Vassilis Vassilikos: Das letzte Adieu, Übersetzt von Kyro Ponte, edition buntehunde, November 2010 - kartoniert - 116 Seiten, ISBN 3-934941-58-3.

Herausgeberschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Netz-Werke. InLitera Jahrbuch 2006/2007 InLitera Tübingen 2007, Hrsg. von Steffen Seischab, Kurt Markel, Kyro Ponte et al. ISBN 978-3-00-021854-5.

Wissenschaftliche Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monografien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sidiropoulos, Kyriakos (2011). Zerebrale Korrelate auditiv zeitlicher Verarbeitung bei hirngeschädigten Patienten. Inaugur. Diss.,Universität Tübingen.

Veröffentlichungen in Peer-Reviewed Zeitschriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sidiropoulos Kyriakos, De Bleser Ria, Ablinger-Borowski, Irene, Ackermann Hermann (2015). The relationship between verbal and nonverbal auditory signal processing in conduction aphasia: behavioral and anatomical evidence for common decoding mechanisms. Neurocase, doi:10.1080/13554794.2014.902471
  • Sidiropoulos Kyriakos, Tobias Bormann & Ackermann Hermann (2014). Cortical and fiber track interrelations in conduction aphasia. Aphasiology doi:10.1080/02687038.2014.907864
  • Sidiropoulos, Kyriakos (2014). Methoden neurofunktioneller Zuordnung bei hirngeschädigten Patienten mit erworbenen Sprachstörungen (Aphasien), Nervenheilkunde, Heft 7–8, 493–572.
  • Sidiropoulos, Kyriakos, Ackermann, Hermann, Wannke, Michael, Hertrich, Ingo (2010): Temporal processing capabilities in repetitionconduction aphasia, Brain and Cognition, 73(3), 194-202.
  • Sidiropoulos Kyriakos, De Bleser Ria, Ackermann Hermann, Preilowski Bruno (2008): Pre-lexical disorders in repetition conduction aphasia. Neuropsychologia, 46(14), 3225-3238.
  • Kyriakos Sidiropoulos, Ria de Bleser, Bruno Preilowski und Hermann Ackermann (2005). Ist die Unterscheidung zwischen einem phonologischen Kurzzeit- und dem Langzeitgedächtnis noch zeitgemäß? Ein Streifzug durch die Literatur, Neurolinguistik 19 (1-2), 5-23.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]