Lößnitzbach

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Lößnitzbach
Zodenbach, Zottelbach
Der nord-süd-verlaufende Lößnitzbach, bis Serkowitz neben der Lößnitzgrundbahn

Der nord-süd-verlaufende Lößnitzbach, bis Serkowitz neben der Lößnitzgrundbahn

Daten
Lage Landkreis Meißen, Sachsen, Deutschland
Flusssystem Elbe
Abfluss über Elbe → Nordsee
Quelle nordöstlich Reichenberg (Stadt Moritzburg)
51° 8′ 7″ N, 13° 41′ 13″ O
Mündung bei Serkowitz (Stadt Radebeul) in die ElbeKoordinaten: 51° 5′ 38″ N, 13° 39′ 11″ O
51° 5′ 38″ N, 13° 39′ 11″ O
Länge 6,7 km ab Dammausfluss
Einzugsgebiet 23,4 km²

Linke Nebenflüsse Wetterbergwasser, Reichenberger Wasser, Brandwasser, Rehgrund, Wahnsdorfer Bach, Rieselgrund
Rechte Nebenflüsse Goldbach, Gohlisbach, (Lindenaubach)
Durchflossene Stauseen Dippelsdorfer Teich
Lößnitzbach an der Grundmühle, daneben das Gleis der Lößnitzgrundbahn

Der Lößnitzbach (ehemals auch Zodenbach oder Zottelbach)[1] ist ein rechtsseitiger Nebenfluss der Elbe. Er fließt in den sächsischen Städten Moritzburg und Radebeul. Die Bezeichnung, vermutlich vom altsorbischen lěsnica (Waldbach) abgeleitet, wurde erstmals 1286 im Weinbaugebiet Kötzschenbroda erwähnt.

Der Lößnitzbach ist 6,7 km lang (ab Dammausfluss) und überwindet auf dieser Strecke einen Höhenunterschied von 79 Metern, da er durch den Lößnitzgrund fließt, ein bis zu 80 m tiefes Sohlental (Kerbtal) in der sächsischen Landschaft Lößnitz. Er beginnt ursprünglich mit dem Wetterbergwasser und speist den Dippelsdorfer Teich. Aus diesem tritt er am südwestlichen Teichdamm bei Dippelsdorf aus und mündet bei Serkowitz in die Elbe. Der Lößnitzbach ist einer von zwei rechtselbischen Nebenflüssen des Elbtalkessels. Er trifft zwar genau wie die „Verlorenen Wasser“ Fiedlerbach und Rietzschkebach auf die Sandterrasse, führt aber zu viel Wasser, um komplett zu versickern.

Oberhalb von Serkowitz verläuft der Lößnitzbach geradlinig und teilweise über dem Umgebungsniveau. Dort bildete er den Zulauf zur Talmühle, die als älteste Mühle der Lößnitz bereits 1337 erwähnt worden war. Der Lößnitzbach hat eine Eigeneinzugsgebietsgröße von 23,4 km².

Die sieben Wassermühlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schefflermühle, heute noch als Elektromühle in Betrieb

Neben den Schiffswassermühlen in der Elbe und der 1337 urkundlich erwähnten Serkowitzer Thalmühle am Unterlauf des Lößnitzbaches standen die meisten Wassermühlen am Oberlauf desselben. 1461 wurde die Mühle unter Wahnsdorf (später Grundmühle, Lößnitzgrundstraße 37) ersterwähnt, 1538 folgte die Carlowitzmühle (oder auch Bönitzmühle), auf deren Gelände 1895 das Elektrizitätswerk Niederlößnitz errichtet wurde. Es folgte 1547 die Ersterwähnung von Peter Meisters Mühle (Meierei). Oberhalb des Radebeuler Stadtgebietes standen ab 1547 Thilmanns Mühle (später Schefflermühle) und, ebenfalls 1547 ersterwähnt, die Ranißmühle (später Kaisermühle). Spätestens ab 1586 gab es die Jägermühle, an die heute noch der Straßenname An der Jägermühle erinnert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lößnitzbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Frank Andert (Red.): Stadtlexikon Radebeul. Historisches Handbuch für die Lößnitz. Herausgegeben vom Stadtarchiv Radebeul. 2., leicht geänderte Auflage. Stadtarchiv, Radebeul 2006, ISBN 3-938460-05-9, S. 121.