Lützendorf (Weimar)

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Lützendorf
Stadt Weimar
Koordinaten: 51° 0′ 0″ N, 11° 18′ 6″ O
Höhe: 270–330 m ü. NN
Postleitzahl: 99427
Vorwahl: 03643
Lützendorf (Thüringen)
Lützendorf

Lage von Lützendorf in Thüringen

Gutshof in Lützendorf
Gutshof in Lützendorf

Lützendorf ist ein Wohngebiet im Norden der Stadt Weimar in Thüringen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das als Wüstung Lützendorf überlieferte Dorf befindet sich nordwestlich der Stadtmitte am Stadtrand und am auslaufenden Südhang des Ettersberges. Der Stadtteil Nord wird auch als Lützendorf bezeichnet und wird von den Bundesstraßen 85/7 tangiert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sanierte Kaserne

Am 3. März 1295 wurde Lützendorf erstmals urkundlich genannt.[1] Im Bruderkrieg zwischen 1448 und 1451 wurde der Ort völlig zerstört bis auf eine Kapelle, die erst 1530 abgerissen wurde. Zur NS-Zeit wurden auf dem Gebiet die Lützendorf-Kasernen errichtet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden die Kasernen wenige Wochen von der US Army und für viele weitere Jahre von der Sowjetarmee genutzt. Seit 1990 wurde ein Teil der Kasernengebäude saniert und einer zivilen Nutzung zugeführt. Seitdem entwickelt sich Lützendorf als Teil der Weimarer Nordstadt. Es gibt Geschäfte, Banken und Sparkassen, Hotels und Eigentumswohnungen. Das Kammergut Lützendorf hat früher der Versorgung gedient und stand dann lange Zeit leer. Jetzt hat sich ein Bauherr gefunden.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lützendorf (Weimar) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 172
  2. Kammergutes Lützendorf auf der Webseite der Uni Weimar Abgerufen am 4. August 2012