Laima Liucija Andrikienė

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Laima Liucija Andrikienė

Laima Liucija Andrikienė (* 1. Januar 1958 in Druskininkai, Litauische SSR, UdSSR) ist eine litauische Politikerin der Partei Vaterlandsunion und Person des öffentlichen Lebens. Sie gehört seit 2016 dem Europäischen Parlament als Mitglied der Europäischen Volkspartei an. Dieses Amt hatte Sie bereits von 2004 bis 2014 inne.

Politische Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitglied des Europäischen Parlaments (2016-heute)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitglied der Europäischen Volkspartei (EVP); Mitglied des EP Ausschusses für internationalen Handel; Mitglied des Unterausschusses für Sicherheit und Verteidigung; stellvertretendes Mitglied des EP-Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten; stellvertretende Vorsitzende der Delegation in den Ausschüssen für parlamentarische Kooperation EU-Kasachstan, EU-Kirgisistan, EU-Usbekistan und EU-Tadschikistan sowie für die Beziehungen zu Turkmenistan und der Mongolei; Stellvertretendes Mitglied der Delegation für die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten.

Mitglied des Europäischen Parlaments (2004–2014)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitglied der Europäischen Volkspartei (EVP) (2009-2014); Mitglied der Fraktion der Europäischen Volkspartei (Christdemokraten) und europäischer Demokraten (2004-2009); Mitglied des EP Ausschusses für internationalen Handel (2009-2014); stellvertretendes Mitglied des EP-Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten (2004-2014); Mitglied des EP-Unterausschusses für Menschenrechte (2004-2014); Koordinatorin der EVP-ED Fraktion im Unterausschuss für Menschenrechte (2007-2009); stellvertretende Vorsitzende des EP-Unterausschusses für Menschenrechte (2009-2012); Mitglied des EP-Haushaltsausschusses (2004-2009); stellvertretende Vorsitzende der Delegation in der Parlamentarischen Versammlung EURO-NEST für soziale Angelegenheiten, Bildung, Kultur und Zivilgesellschaft (2011-2014); Litauische Kandidatin für die Position des EU-Sonderbeauftragten für Menschenrechte (EU SRGR) (2012);

Ämter in der litauischen Regierung (1996–1998)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ministerin für Industrie und Handel der Republik Litauen (1996); Ministerin für europäische Angelegenheiten der Republik Litauen (1996-1998).

Mitglied des litauischen Parlaments (Seimas) (1990–2000)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitglied des Obersten litauischen Rates - „Rekonstituierender Seimas“ (1990-1992); Unterzeichnerin des Akts zur Wiederherstellung der Unabhängigkeit Litauens (11. März 1990); Mitglied des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten, Mitglied des Haushaltsausschusses (1990-1992). Mitglied des Parlaments (Seimas) der Republik Litauen (1992-1996, 1996-2000); Mitglied des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten (1992-1996, 1996-2000), stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten (2000), Mitglied des Ausschusses für europäische Angelegenheiten (1998-2000). Vorsitzende der litauischen parlamentarischen Delegation in der Baltischen Versammlung, Vorsitzende des Präsidiums der Baltischen Versammlung (1998-2000).

Öffentliche Tätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitglied des Aufsichtsrates des Jüdischen Instituts in Vilnius (seit 2005); Mitglied des Akademischen Rates der Kazimieras Simonavičius Universität (KSU) (Vilnius) (seit 2012); Mitglied des Rates der Vaterlandsunion - Litauische Christdemokraten (litauische politische Partei) (seit 2004); Gründerin (2013) und Mitglied (seit Oktober 2013) des Vereins der Freunde des St. Jakobs Weges in Litauen; Mitglied des Vorstandes, PA International Foundation (Oktober 2014 - Mai 2016); Gründerin und Mitglied des Rates der Union der Europäischen Föderalisten in Litauen (seit 2012).

Akademische Laufbahn in den Jahren 2002–2004[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außerordentliche Professorin am Lehrstuhl für Politikwissenschaft der Litauischen Juristischen Universität, Leiterin des Instituts für Politik und Verwaltung der Europäischen Union; Dekanin der Fakultät für öffentliche Verwaltung der Litauischen Juristischen Universität

Beruflicher Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründerin und Mitinhaberin der Beratungsagentur „Laitenis“ (2001-2004). Ingenieurin am Rechenzentrum des litauischen Forschungsinstituts für Agrarökonomie (1980-1983); Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Forschungsbeauftragte am litauischen Forschungsinstitut für Agrarökonomie (1983-1989); Assistentin des stellvertretenden Premierministers der Republik Litauen (Oktober 1989 - Februar 1990).

Forschungsstipendien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Manchester University, Großbritannien (gesponsert vom British Council, im Oktober 1988 - September 1989); International Visitor Leadership Program (IVLP, professionelles fachliches Austauschprogramm, U.S. Außenministerium) (von November bis Dezember 1994); School of Foreign Service, der Georgetown University, Washington, D.C. (gesponsert von der Pew-Stiftung, von Januar bis Juni 1996); Weitere Stipendien: United States Agency for International Development (Behörde der Vereinigten Staaten für internationale Entwicklung), Norwegisches Helsinki-Komitee (1994), u.v.m.

Ausbildung und akademische Grade[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Druskininkai Sekundarschule Nr. 1 (Abschluss 1975); Druskininkai 7-Jahres-Musikschule, Klavierklasse (Abschluss 1973); Diplom in Wirtschaft und Mathematik an der Universität Vilnius (1980); Promotion in Wirtschaftswissenschaften (1986); Außerordentliche Professorin (2004).

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großoffizier des Nationalen Verdienstordens der Französischen Republik (1997); Unabhängigkeitsmedaille der Republik Litauen (2000); Medaille „Ubi concordia, ibi victoria“ der Baltischen Versammlung (2003); Kommandeurskreuz des litauischen Großfürst-Gediminas-Ordens (2004); Ehrendoktorwürde (Honoris Causa), Kingston University, UK (2007); Goldenes Ehrenabzeichen des litauischen Industriellenverbandes (2008); Medaille der Gründer und Freiwilligen der litauischen Armee (2012); Diplomatie Auszeichnung der Republik China (Taiwan) (2014); Orden des Präsidenten von Georgien (2014).

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Autorin und Co-Autorin von Publikationen (Artikel, Bücher, wissenschaftliche Monographien) zu den Fragen der Außenpolitik, EU-Politik und Verwaltung, Interessengruppen und Lobbyismus, Wirtschaftsreformen, Agrarwirtschaft und Menschenrechte. Unter anderem: „Šiuolaikinės lobistinės veiklos tendencijos“ (Aktuelle Tendenzen der Lobbyarbeit), (Herausgeberin und Co-Autorin, Vilnius, 2002); „Vertybės ir politika“ (Tarptautinės konferencijos medžiaga; knygos sudarytoja, Vilnius, 2008), „Werte & Politik“ (Berichte einer internationalen Konferenz, Herausgeberin, Vilnius, 2008); Trilogie „Aš, Laima Andrikienė, prisiekiu ...“ (Ich, Laima Andrikienė, schwöre ...) (Vilnius, 2008-2012); „Šv Jokūbo kelio Šviesa“ (Das Licht des St. Jakobsweges), (Herausgeberin und Co-Autorin, Vilnius, drei Ausgaben: 2012, 2013 und 2014); „Vertybės ir politika II - Krikščioniškosios Europos šaknys“ (Werte & Politik II – Die christlichen Wurzeln Europas.), (Berichte einer internationalen Konferenz, Herausgeberin, Vilnius, 2014).

Sprachkenntnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Litauisch - Muttersprache; Englisch - fließend; Russisch - fließend; Spanisch - Grundkenntnisse.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]